Kostendeckungsbeitrag

Der Kostendeckungsbeitrag, auch Deckungsbeitrag genannt, ist ein wichtiger Begriff in der Betriebswirtschaft und im Einzelhandel. Er beschreibt den Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten von den Umsatzerlösen übrig bleibt und zur Deckung der fixen Kosten und zur Realisierung von Gewinnen verwendet wird. Der Kostendeckungsbeitrag ist ein Indikator für die Rentabilität von Produkten oder Produktgruppen und hilft Unternehmen, ihre Preisstrategie und Kostenstrukturen zu optimieren.

Die Berechnung des Kostendeckungsbeitrags ist relativ einfach:

Kostendeckungsbeitrag = Umsatzerlös - variable Kosten

Die variable Kosten können beispielsweise Materialkosten, Fertigungskosten oder Vertriebskosten sein, die direkt mit der Produktion oder dem Verkauf eines Produkts zusammenhängen. Die fixen Kosten hingegen sind unabhängig von der Produktions- oder Verkaufsmenge und können zum Beispiel Miete, Gehälter oder Abschreibungen umfassen.

Die Bedeutung des Kostendeckungsbeitrags ergibt sich aus mehreren Gründen:

  1. Rentabilitätsanalyse: Der Kostendeckungsbeitrag ermöglicht es Unternehmen, die Rentabilität einzelner Produkte oder Produktgruppen zu analysieren. Produkte mit einem hohen Deckungsbeitrag tragen stärker zur Deckung der fixen Kosten bei und sind somit rentabler.

  2. Preisgestaltung: Die Kenntnis des Kostendeckungsbeitrags hilft Unternehmen, ihre Preisstrategie zu optimieren. Sie können Preise so festlegen, dass sie die variablen Kosten decken und gleichzeitig einen angemessenen Beitrag zur Deckung der fixen Kosten leisten.

  3. Kostenmanagement: Unternehmen können den Kostendeckungsbeitrag nutzen, um ihre Kostenstrukturen zu optimieren. Sie können beispielsweise versuchen, die variablen Kosten zu reduzieren, um den Deckungsbeitrag zu erhöhen und somit die Rentabilität zu steigern.

  4. Entscheidungshilfe: Der Kostendeckungsbeitrag kann als Basis für strategische Entscheidungen dienen, z. B. bei der Auswahl von Produkten, der Einführung neuer Produkte oder der Beurteilung von Marketingaktionen.

Im Zusammenhang mit Einzelhandel, E-Commerce und Omnichannel ist der Kostendeckungsbeitrag besonders relevant, da er dabei hilft, das Sortiment und die Verkaufsstrategien optimal zu gestalten, um den Erfolg des Unternehmens zu maximieren.

Beispiel

Der Kostendeckungsbeitrag (auch Deckungsbeitrag genannt) ist eine wichtige Kennzahl für Händler, um den Erfolg ihrer Produkte und Dienstleistungen zu messen. Er zeigt, inwieweit die variablen Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung durch den erzielten Umsatz gedeckt werden können. Um den Kostendeckungsbeitrag zu berechnen, wird der Umsatz eines Produkts oder einer Dienstleistung um die variablen Kosten reduziert. Die Differenz entspricht dann dem Kostendeckungsbeitrag.

Beispiel:

Ein Elektronikhändler verkauft Smartphones. Für jedes verkaufte Smartphone fallen folgende Kosten an:

Angenommen, der Händler verkauft ein Smartphone für 500 Euro. Um den Kostendeckungsbeitrag zu berechnen, müssen zunächst die variablen Kosten ermittelt werden:

Variable Kosten:

Die gesamten variablen Kosten betragen somit 435 Euro.

Nun kann der Kostendeckungsbeitrag berechnet werden:

Kostendeckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten Kostendeckungsbeitrag = 500 Euro - 435 Euro Kostendeckungsbeitrag = 65 Euro

In diesem Beispiel beträgt der Kostendeckungsbeitrag 65 Euro pro verkauftem Smartphone. Das bedeutet, dass der Händler 65 Euro zur Deckung seiner fixen Kosten und zur Erzielung eines Gewinns zur Verfügung hat.

Der Kostendeckungsbeitrag ist ein wichtiges Instrument, um die Rentabilität von Produkten und Dienstleistungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Durch die Optimierung von Verkaufspreisen, Einkaufskonditionen oder Vertriebsstrukturen können Händler ihren Kostendeckungsbeitrag erhöhen und dadurch ihre Profitabilität steigern.


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