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Zwischen Tradition und Rank-Brain: Die wichtigsten SEO Ranking-Faktoren des Jahres

von kraft

Wir wissen ja, Google selbst gibt nur wenig Einblick in sein Ranking-System. Was also unterscheidet Seiten, die auf den vorderen Suchergebnispositionen (SERPs) ranken von jenen, die weiter hinten platziert sind? Google selbst nennt ja nur lediglich drei Ranking-Faktoren – nämlich Content, Links und Rank-Brain (Machine-Learning-Algorithmen). Eines ist jedenfalls klar: Technik alleine reicht nicht.

Natürlich gehört etwa die saubere technische Aufsetzung einer Webseite für alle Geräte, strukturierte Seiten oder schnelle Ladezeiten – vor allem mobil. Das ist der Einstieg in die Top-20-Rankings für ein bestimmten Keyword-Bereich. Daneben werden die traditionellen Ranking-Faktoren tatsächlich immer weniger wichtig.

Die „Relevanz des Contents für die spezifische Nutzer-Intention ist die Grundlage der Bewertung einer Landingpage durch Google“, wissen die Experten von Searchmetrics. Daher kommen nun zur Checkliste der technischen SEO-Faktoren die Aspekte „individuelle Content-Relevanz einer URL“ und besagte „spezifische Nutzerintention“ hinzu. Erst sie ermöglichen der Analyse nach ein Top-Ranking.

Backlinks etwa sind inzwischen „nur“ noch einer von vielen Einflussfaktoren auf das Ranking. Heute ist in bestimmten Bereichen sogar ein linkloses Top-Ranking möglich. Die Bedeutung von Backlinks nimmt messbar weiter ab, vor allem vor dem Hintergrund der Zunahme von mobilen Suchanfragen. Denn eine URL auf Mobilgeräten wird meist „geliked“ oder „geshared“, aber kaum aktiv verlinkt. Sprich, die Ranking-Faktoren sind ganz anders gelagert. Auch die zunehmend größere Rolle von Apps und App-Rankings in der organischen Suche lässt die individuelle Wichtigkeit von Backlinks weiter zurückgehen.

Entscheidend ist relevanter, Qualitäts-Content, einer der sich an der Nutzerintention ausrichtet. Die höchste Content-Relevanz haben URLs auf den Positionen drei bis sechs. Relevant sind Inhalte, die möglichst viele Fragen beantworten oder viele wichtige Teilaspekte eines Themas abdecken. Das können Text, Bild, Videos, Bullet-Points oder eine Mischung aus verschiedenen Content- und Struktur-Elementen sein.

Laut Searchmetrics sind Seiten-Verschlüsselungen per „https“ weiter auf dem Vormarsch. Ab 2017 wird Google gar Webseiten und Shops, die nicht auf „https“ umgestellt haben, im eigenen Chrome-Browser als unsicher markieren. Ende 2016 weisen immerhin ein Drittel der Landingpages eine solche Verschlüsselung auf; im vergangenen Jahr lag dieser Anteil erst bei 14 Prozent.

Im Grunde gibt es keine universell gültigen Ranking-Faktoren für alle Bereiche mehr. Dazu sind die Ansprüche an Content aufgrund der unterschiedlichen Nutzer-Intentionen zu verschieden. Stattdessen existieren für einzelne Industrien, im Prinzip sogar für jede Suchanfrage, differierende Ranking-Faktoren, die sich fortwährend ändern. Der Grund dafür liegt in der Entwicklung und Anwendung von Machine-Learning-Algorithmen, die in die Bewertung von Websites und von Suchanfragen durch Google einfließen.

Quelle: Internetworld.de

Bilder: © XXXXXXXXX / Fotolia

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