VersaCommerce
E-Commerce

Wie eröffne ich einen Online-T-Shirt-Shop?

T-Shirts sind über alle Grenzen hinweg ein universelles Kleidungsstück, denn sie werden weltweit vom Männern und Frauen aller Alters- und Einkommensschichten getragen. Im E-Commerce bilden T-Shirt-Shops seit Jahren eine feste Größe und der Wettbewerb ist hart. Trotzdem gelingt es Newcomern immer wieder, sich ihren Marktanteil zu sichern. Hier zeigen wir, wie das geht.
von brokmann

 Die Einrichtung des Online-T-Shirt-Shops ist leicht

Die gute Nachricht ist, dass sowohl der Aufbau als auch der Launch einer neuen T-Shirt-Marke relativ kostengünstig ist und schnell vonstatten gehen kann.

Ein gutes Shop-System wie VersaCommerce wird die Anforderungen an die Produktdarstellung und –konfiguration bereits mitbringen. So kannst du sowohl fertige Shirts, als auch einen Konfigurator anbieten, mit dem deine Kunden über Motivwahl, Texteingabe und Auswahl des Basis-Shirts ihre Bestellungen aufgeben können.

Verfügt das Shop-System dann auch noch über eine offene Schnittstelle (API), kannst du die Bestelldaten direkt an eine Druckerei weiterleiten, falls du das Bedrucken der Shirts nicht selbst durchführst.

Design und Marke - 3 Schritte zum Erfolg mit einem Online-T-Shirt-Shop

In der Online-T-Shirt-Industrie gibt es etliche kritische Hürden zu überwinden, um ein erfolgreicher T-Shirt-Unternehmer sein zu können. Jede der folgenden Elemente sollten strikt beachtet werden, bevor du mit dem Aufbau deines Shops fortfährst:

Schritt 1: Finde deine Nische

Ein Beispiel: Der Markt für T-Shirts mit lustigen Sprüchen ist schon sehr eng und auch zu allgemein, um ihn als Wettbewerber „anzugreifen“. Deine Nische sollte spezieller gewählt sein. Lustige Sprüche, die sich auf Ärzte und Krankenschwestern beziehen, wäre eine Nische, mit dem Vorteil, dass du genau weißt, welches Merkmal deine Zielgruppe hat – nämlich ihren Beruf:

[caption id="attachment_5210" align="alignnone" width="1000"]Online-T-Shirt-Shop (Screenshot: spreadshirt.de)[/caption]

Je präziser du deine Nische wählst, desto mehr hilft es dir, dich von der Konkurrenz abzuheben und direkt die richtige Zielgruppe anzusprechen und dein Werbebudget gezielt auszugeben.

Schritt 2: Entwickle passende Designs

Geht es um Sprüche, ist weniger mehr. Einfach geschnittene Shirts in den aktuellen Farben der Saison, gut lesbare Schriftarten in passendem Farbton – schon gefällt das Shirt einer breiten Käuferschicht. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg ganz einfach in den richtigen Sprüchen.

Kommen Motive ins Spiel, geht es eher um die Farben, als um den Inhalt oder eine Botschaft. Ein Blick auf die aktuellen Kollektionen der Wettbewerber gibt hier eine hervorragende Orientierung.

Aber: Deine Kunden wollen in deinem Sortiment auf keinen Fall Kopien sehen. Die Kunst ist es also, auf der einen Seite die aktuellen Trends zu berücksichtigen, aber nicht einfach plump abzukupfern.

Schritt 3: Entwickle deine eigene Marke

Wo es keine großen Unterschiede zur Konkurrenz gibt, entscheiden die Kunden meist allein aufgrund der Marke, dies gilt insbesondere bei Bekleidung.

Die Marke ist das Versprechen an deine Kunden, die Nische, das Design und die Qualität in deinem Sortiment zu vereinen. Sie muss erkennbar sein durch ein Logo oder einen Schriftzug und sie wird gebildet durch deine gesamte Kommunikation sowie die Produkte selbst.

Die folgenden Schlüsselfragen helfen dir bei der Entwicklung deiner Marke:

Markenpersönlichkeit

-       Wie sieht meine Marke als Person aus?

-       Wie ist ihr Auftreten / ihre Ausstrahlung?

-       Welche Charaktereigenschaften und Werte besitzt diese Person?

Alleinstellungsmerkmale

-       Was zeichnet meine Produkte besonders aus?

-       Was kann der Wettbewerb nicht bieten?

-       Welche wesentlichen Merkmale besitzt mein Unternehmen?

Kernbotschaften

-       An wen richten sich meine Botschaften besonders?

-       Was bewegt diese Menschen?

-       Welchen Nutzen oder Mehrwert bringe ich ihnen?

-       Wie kann ich diesen Nutzen auf den Punkt bringen?

Wenn diese Fragen geklärt sind, kannst du dich an die Namensfindung und Logoentwicklung machen.

Der Betrieb: Einkauf & Herstellung bei deinem Online-T-Shirt-Shop

Der wichtigste Tipp bei der Produktion: Achte auch gleichbleibende, angemessene Qualität. Wenn deine Shirts im hochpreisigen Segment angesiedelt sein sollen, dann muss die Stoffqualität und Verarbeitung auch höchsten Ansprüchen genügen. Umgekehrt erwartet niemand bei einem Shirt-Preis unter 10 Euro, dass dies eine Anschaffung für’s Leben ist.

Teste also die Qualität deiner Zulieferer mit Musterbestellungen. Wasche die Shirts mehrmals und trage sie auch selbst. So kannst du die Qualität am besten einschätzen.

Hier eine kleine Auswahl von Anbietern, die Blanko-T-Shirts online verkaufen:

Dennoch empfehlen wir, in deiner Region nach Herstellern zu suchen. Das ist erstens ökologischer und außerdem ist es immer am besten, auch mal einen persönlichen Kontakt zu haben.

Der größte deutsche T-Shirt-Hersteller ist übrigens http://www.trigema.de/, falls du darauf Wert legst, dass die Ware „Made in Germany“ ist.

Es gibt natürlich auch etliche Hersteller in der Türkei oder in China. Hier ein Link zu einem Portal für Exporteure: http://www.globalsources.com. Wenn du dort nach T-Shirts suchst, bietet die Suchmaschine dir über 500 Lieferanten.

 

Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, ob deine Shirts selbst bedrucken möchtest, oder dies durch eine Druckerei erfolgen soll. Hier gilt dasselbe Prinzip wie bei der Qualität der Shirts: Lass dir Muster schicken, bevor du online einen echten Auftrag erteilst oder suche den persönlichen Kontakt zu Textil-Druckereien vor Ort. Es gibt Unmengen von sogenannten Werbetechnik-Anbietern auf dem Markt.

Wenn dein Shop einmal angelaufen ist und du schon Engpässe in deiner Lieferung bemerkst, kannst du immer noch darüber nachdenken, dir selbst die Druckmaschinen anzuschaffen.

Last but not least stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie du das Design erstellst – oder es extern erstellen lässt. Wenn du fit mit Bildbearbeitungs-Programmen, wie Adobe Photoshop bist, kannst du natürlich selbst loslegen.

Und vergiss nicht das neue Textilkennzeichnungsgesetz. 

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