E-Commerce

So leicht wie nie zum eigenen T-Shirt-Shop: Der ultimative Guide

Du möchtest selbstständig werden und das am liebsten im E-Commerce? Falls du noch nicht weißt, was du machen möchtest, hätten wir da einen Vorschlag für dich: T-Shirts!  In unserem ultimativen Guide zeigen wir dir wie du von vom Design, über die Qualitätsauswahl, bis hin zum Druck dein Geschäft umsetzt. Und auch für alte Hasen ist vielleicht noch der ein oder andere Tipp dabei.
von stellalange

Nicht nur leicht, sondern auch schnell und günstig

T-Shirts gehören zu den absoluten Basics in jedem Kleiderschrank. Bei Frauen und Männern gleich beliebt, kann es von lässig bis chic beinahe jedes Lebensgefühl ausdrücken und ist zudem praktisch und bequem. Für jeden der gerne einmal seine eigenen T-Shirts designen würde, bietet es sich an, diese auch gleich online zu verkaufen. Der Markt ist zwar noch lange nicht satt, aber doch existiert bereits eine starke Konkurrenz. Wichtig ist daher, dass du ein Design hast, das Leute lieben, eine starke Marke kreierst und Qualität anbietest, die Vertrauen schafft. Wie du das genau machen kannst, zeigen wir dir in den nächsten Schritten.

Die guten Nachrichten zuerst: Eine neue T-Shirt Marke aufzubauen ist nicht nur kostengünstig, sondern lässt sich auch schnell realisieren. Wenn du schon Ideen für die Designs gesammelt hast, kannst du in nur wenigen Stunden deinen Onlineshop aufbauen. Zudem kann man heute mit der richtigen Shopsoftware nicht nur Zeit sondern auch Geld sparen. Statt Unsummen von Geld in die Entwicklung einer eigenen Webseite zu stecken, hat man so mehr Zeit, Nerven und Geld für das eigentliche Design.

Schaffe eine Marke, sei eine Marke

Es ist wirklich ein großer Vorteil, dass man heute mannigfaltige Technologien und Apps hat, die einem das Design, den Druck und den Versand enorm erleichtern. Der schwierige Teil ist aber eine Brand zu schaffen, die deine Kunden überzeugt. Du musst dich von der Konkurrenz abheben und authentisch sein. Viel Konkurrenz und eher geringere Gewinnmargen (im Vergleich zum Hardwarehandel beispielsweise) lassen das Geschäft hart und kompliziert wirken. Umso wichtiger ist es, sich gleich von der Konkurrenz abzusetzen. Lasst uns anfangen...

1) Vier Schlüssel zum Erfolg

Im Onlinehandel mit T-Shirts gibt es einige kritische Punkte welche für deinen Erfolg ausschlaggebend sein können. Daher wollen wir uns mit diesen näher beschäftigen und dir zeigen worauf es zu achten gilt.

1.1) Nische

Du hast diesen Begriff sicherlich schon öfter in letzter Zeit gehört. In kaum einem anderen Geschäftszweig ist er so wichtig wie im Onlinehandel mit T-Shirts. Einer der wichtigsten Faktoren zum erfolgreichen Aufbau einer Online-T-Shirt-Marke, ist es sich von der Konkurrenz abzuheben. Dies kannst du über zwei Faktoren erreichen: deine Marke und deine Nische. Such dir eine Nische und spezialisiere dich auf diesen Bereich. Generalisten sind out, Spezialisten in, wenn es um den Onlinehandel geht.

Generell ist es zum Beispiel so, dass es schon massenhaft Anbieter von T-Shirts mit witzigen Sprüchen gibt und es daher sehr schwer es ist, sich hier zu etablieren. Spezialisiere dich, indem du dir ein kleineres Feld in diesem großen Gebiet suchst und darin der oder die Beste wirst. T-Shirts mit lustigen Sprüchen über Ärzte wäre zum Beispiel eine solche Nische. Oder ein originell gezeichneter Maulwurf, der alten Sprüchen neuen Charme verleiht. Spezialisiere dich, um dich so von der Konkurrenz abzuheben!

1.2) Design

Die meisten Leute, die T-Shirts mit Drucken kaufen, suchen nach originellen Designs, tollen Grafiken und Slogans, die zu ihnen passend und ihre Persönlichkeit oder ihr Lebensgefühl wiederspiegeln. Daher ist es ein absolutes No-Go, wenn die Auswahl in deinem Shop nur eine Ansammlung von den Designs anderer Shops ist.

Dabei müssen deine Designs nicht übermäßig bunt oder komplex sein. Einige der am besten verkauften T-Shirt Designs sind sogar eher schlicht. Die Hauptsache ist, dass sie zu deiner Marke und deiner Zielgruppe passen und sich von der Konkurrenz abheben.

1.3) Qualität

Der nächste Schritt auf dem Weg zum dauerhaften Erfolg ist die Qualität deiner verkauften T-Shirts. Du kannst vielleicht einmal schlechte Qualität verkaufen, aber danach sicher kein zweites Mal. Daher sollte sich sowohl die Qualität deiner Drucke, als auch der T-Shirts an sich, auf höchstem Niveau bewegen. Niemand von uns mag T-Shirts die schlecht geschnitten sind, ausbleichen oder einlaufen. Warum sollten deine Kunden es also mögen? Achte daher besonders auf die Qualität deiner Ware damit Leute sie mit Freude tragen und weiterempfehlen!

1.4) Marke

Eine starke und interessante Marke ist essenziell im T-Shirt Handel. Neben deinen Designs und deiner Qualität ist es vor allem die Marke, die Kunden kaufen. Und die Marke wird dafür sorgen, dass Kunden dir auch treu bleiben wenn einmal eine schlechtere Charge T-Shirts ausgeliefert wurde. Daher ist es dein oberstes Ziel, eine einzigartige Marke zu erschaffen. Wie du an deinem Brandbuilding arbeiten kannst, haben wir bereits für dich zusammengefasst.

2) T-Shirt Qualität

Nicht alle T-Shirts sind von der Qualität her gleich. Das trifft genau so auf die Druckqualität zu. Wie bereits gesehen, ist eine gute Qualität entscheidend, wenn du deinen eigenen Onlinehandel aufziehen willst. Daher solltest du dich gut informieren und deine Roh-Shirts gewissenhaft auswählen.

Es mag dabei verführerisch sein, etwas schlechtere Qualität zu kaufen um deine Gewinnspanne entsprechend zu erhöhen. Bedenke jedoch, dass schlechte Qualität am Ende wie ein Bumerang auf dich zurück kommt und du schließlich ein langfristiges Geschäft planst. Eine gute Qualität wird sich am Ende immer durchsetzen, so für zufriedene Kunden sorgen und dir viel Arbeit bei Reklamationen ersparen.

Die Qualität eines guten T-Shirts hängt dabei von vielen Faktoren ab: Größe, Material, Passgenauigkeit, Gewicht und Tragekomfort. Wenn du erst einmal eine Auswahl an möglichen T-Shirts getroffen hast, empfiehlt es sich daher, sie zu bestellen und einfach einmal selber zu tragen. Die Erfahrung aus erster Hand wird dir dabei helfen, deine finale Auswahl zu treffen.


(Bild: Fotolia / stockphoto-graf)

Ein T-Shirt Business ist vielleicht auch eine lukrative nebenberufliche Möglichkeit, sein Taschengelld etwas aufzustocken... (Bild: Fotolia / stockphoto-graf)

3) Drucke die Überzeugen

Heutzutage gibt es vor allem drei bewährte und beliebte Methoden, T-Shirts zu bedrucken. Davon hat jede ihre guten und schlechten Seiten. Am Ende kommt es vor allem darauf an, ob du planst eher in kleinen Mengen zu drucken oder gleich in die Massenproduktion einsteigen willst. Zur besseren Orientierung stellen wir dir alle drei Methoden einmal vor.

3.1) Siebdruckverfahren

Siebdruck ist ein älteres Verfahren, welches sich bereits über lange Zeit bewährt hat. Da es widerstandsfähige und langanhaltende Resultate verspricht, hat es sich zu einem der beliebtesten Verfahren entwickelt. Da es jedoch mit hohen Anfangskosten aufwartet, lohnt sich diese Methode vor allem für den Massendruck und schneidet dementsprechend schlecht bei der Herstellung kleinerer Stückzahlen ab – durch die hohen Kosten . Außerdem kann es bei komplexen Designs zu Problemen kommen. Dasselbe gilt für Designs mit mehr als vier oder fünf Farben, da jede weitere die Produktionskosten, sowie die Produktionszeit erhöht.

Pro:

  • Kostengünstig bei hoher Stückzahl
  • Mengenrabatte

Contra:

  • Teuer bei vielen verschiedenen Farben
  • Nur geeignete für einfache Bilder und Designs

3.2) Heißfoliendruck

Auch der Heißfoliendruck existiert seit längerer Zeit und in verschiedenen Formen. Die einfachste Methode ist hierbei, sich selbst die Folien im Fachhandel für Bürobedarf zu kaufen. Natürlich ist es sehr einfach, die Folien dann zu Hause am Drucker zu bedrucken und mit einem Bügeleisen auf das T-Shirt zu „drucken“. Sowohl von der Qualität, als auch vom Arbeitsprozess her dürfte dies aber kaum den Ansprüchen genügen. Der Transfer mit Plastisolfarben ist eine professionellere Form des Heißfoliendrucks und wird von verschiedenen Anbietern angeboten. Die Qualität ist dementsprechend besser und so lohnt es sich vor allem, wenn zunächst nur kleinere Mengen oder nur auf Bestellung gedruckt werden soll. So spart man sich Lagerkosten und eine hohe Kapitalbindung.

Pro:

  • Jedes T-Shirt wird auf Bestellung gedruckt

Contra:

  • Schlechtere Qualität und geringere Haltbarkeit
  • Zeitintensiv
  • Hohe Kosten bei der Anschaffung einer eigenen Maschine

3.3) Digitaler Textildruck

Der digitale Textildruck funktioniert quasi analog zu dem Druckprozess auf dem heimischen Drucker. Die Farbe wird direkt auf die T-Shirts aufgetragen und sorgt so für satte Farben mit großer Genauigkeit.

Der digitale Textildruck ist somit von der Qualität her gleichauf mit dem Siebdruckverfahren und besser als der Heißfoliendruck. Zudem sind die Einstiegskosten geringer als bei dem Siebdruckverfahren, was sich auch bei kleineren Stückzahlen lohnt. Der größte Nachteil ist hierbei, dass somit ein Mengenrabatt entfällt, da der Druck von jedem T-Shirt auch stets die gleichen Kosten beim Hersteller verursacht.

Pro:

  • Unendliche Farbauswahl
  • Hohe Detailgenauigkeit im Druckprozess
  • Gut für kleinere Stückzahlen
  • Keine Einrichtungskosten

Contra:

  • Kein Mengenrabatt
  • Keine Kosteneinsparung bei höherer Produktion

4) Designs für deine Nische

Wenn dir noch nicht ganz klar ist, wie deine zukünftigen Designs aussehen sollen, oder welche Nische die richtige für dich ist, ist es immer eine gute Idee, sich zu erkundigen was gerade beliebt ist oder sich gut verkauft. Eine Möglichkeit, dich darüber zu informieren ist beispielsweise Teeview oder Snorg Bestseller zu besuchen. Auch Google Trends oder Google Hot Searches können dir weitere Inspirationen bieten.

Such dir einen Designer...

Nach dem du dir überlegt hast, welche Designs für deine T-Shirt-Marke in Betracht kommen, geht es an die Umsetzung. Mit Adobe Design oder anderen Programmen kannst du simplere Designs selber gestalten. Wenn es jedoch an komplexere Designs geht, die nicht nur schön, sondern auch einzigartig sein sollen, stoßen viele von uns schnell an ihre Grenzen. Hier ist es sinnvoll, dir einen professionellen Designer zu suchen der deine Ideen umsetzen kann. Design Communities wie Dribble oder Behance bieten dir dabei die Möglichkeit tolle Designer zu entdecken. Wenn dir ein Designer gut gefällt und du denkst, dass er zu deinen Ideen passt, scheue dich nicht, ihn anzuschreiben und nach einer Kooperation zu fragen.

... oder kaufe Designs ein

Wenn du zunächst nicht mit einem Designer zusammen arbeiten möchtest, oder einfach noch keinen passenden gefunden hast, gibt es die Möglichkeit bereits fertige Designs für deine T-Shirts einzukaufen. Bedenke dabei jedoch, dass jeder diese Möglichkeit hat. Vielleicht werden sie von etlichen anderen verwendet werden, wodurch es schwer wird, einzigartig zu sein. Plattformen hierfür sind beispielsweise Designious oder T-Shirt-Factory.

5) Probieren geht über studieren: Tester müssen her für das fertige T-Shirt

Es ist an der Zeit, deine fertigen Designs auf deinen T-Shirts auszutesten. Hierfür hast du im Prinzip zwei verschiedene Möglichkeiten. Die erste ist dabei denkbar simpel: das T-Shirt deiner Wahl und Qualität wird mit deinem favorisierten Druckverfahren bedruckt. Das fertige T-Shirt kann so auch gleich angezogen und für Bildaufnahmen genutzt werden.

Die andere Möglichkeit ist ein digitaler Test, auch mockup genannt, deiner Designs. Dabei ist der Adobe Photoshop mit seinen T-Shirt-Vorlagen sicherlich die beliebteste Variante. Bei diesen und anderen Programmen kannst du zudem die Farbe des T-Shirts ändern und so schauen, wie dein Design in anderen Kombinationen aussieht. Weitere Möglichkeiten findest du unter anderem bei GraphicRiver T-Shirt-Mockups oder Design Bolts. Bevor du jetzt anfängst, in den großen Druck zu gehen, solltest du deine Idee noch einmal direkt am Markt austesten. So kannst du sehen, ob du bei deiner Zielgruppe ankommst und was eventuell noch optimiert werden muss. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten und du nutzt am besten gleich mehrere:

Das eigene Netzwerk

Poste die Mock-Ups deiner T-Shirts auf deinen sozialen Netzwerken und schaue dir die Reaktionen deiner Freunde und möglicher Käufer an. So gewinnst du bereits einen ersten Überblick. Bedenke jedoch, dass Freunde häufig dazu neigen, sehr euphorisch und positiv zu reagieren. Ein kleines Lob hat zwar noch niemandem geschadet, aber kritische Stimmen sind hier ein Muss.

Reddit

Auf Reddit hast du die Möglichkeit, Inhalte einzustellen und diese von anderen Nutzern bewerten zu lassen. Durch die verschiedenen Subreddits hast du zudem die Möglichkeit gezielt deine Nische anzusprechen und zu erfahren wie deine Designs und T-Shirts deiner Zielgruppe gefallen.

Kickstarter

Kickstarter und andere Crowdfunding-Seiten haben es enorm vereinfacht, Ideen zu testen, zu validieren und Geld für deren Umsetzung zu sammeln. Eine Crowdfunding-Kampagne zu starten kann zwar sehr zeit- und arbeitsintensiv sein, dir aber die Möglichkeit geben, dein Projekt bereits vorab, voll oder teilweise finanzieren zu lassen – was ein enormer Vorteil ist!

Eröffne deinen Shop

Durch moderne cloudbasierte Shopsysteme wie Versacommerce ist es so einfach wie nie, seinen eigenen Onlineshop in nur wenigen Stunden aufzubauen. Nach aller Marktforschung ist es irgendwann an der Zeit einfach loszulegen und seine Ideen in die Tat umsetzen. Mit einer kostenlosen 14-tägigen Testversion gehst du zudem kein Risiko ein.

6) Warum warten?

Es war noch nie so leicht, deinen eigenen Online T-Shirt-Store zu eröffnen, wie heutzutage. Mit einer Vielzahl an technischen Möglichkeiten kannst du individuelle Designs anbieten und sie direkt zu deinen Kunden ins Wohnzimmer kommen lassen. Es kann sofort losgehen. Hier noch einmal unsere Schritte im Überblick: Achte auf die Qualität, erstelle tolle Designs, baue eine Marke auf, teste deine Nische und erstelle einen Onlineshop.

Wir wünschen dir viel Erfolg!

Bilder: © XXXXXXXXX / Fotolia

design marketing online-handel online-marketing online-shop onlineshopping optimierung webshop

Weiterlesen