SEO-Title im Blog und auf Produktseiten: Das solltest du wissen

Was du auf deiner Seite in die Strukturen der einzelnen Unterseiten einträgst, ist auch das, was dann bei Google gefunden werden kann? Nicht ganz. Das ist nur der Idealfall, der aber nicht immer eintreten wird. Denn manchmal werden deine Angaben einfach mit anderen Textschnipseln überschrieben.

SEO-Title im Blog und auf Produktseiten: Das solltest du wissen

Die Regeln der Suchmaschinenoptimierung ändern sich ständig, doch eine bleibt immer gleich: Der Nutzen für die Suchenden steht an erster Stelle. Wie dieser Nutzen aussieht, da kann sich deine Meinung als Shop-Betreiber schon mal sehr von der des marktbeherrschenden Suchgiganten unterscheiden.

Wir erklären dir, was du für dein SEO – die Suchmaschinenoptimierung deines Shops – über die Titel/Title in Google wissen solltest.

  • SEO-Title, wieso ist dieses eine kleine Detail so wichtig? Der Dokumentenname jeder einzelnen Seite ist ein Rankingfaktor, trägt also konkret zu besserer Auffindbarkeit bei. Konsequent überall optimiert trägt es sogar sehr zur Sichtbarkeit in den Suchmaschinen bei – der Aufwand lohnt also.

  • Welche von den Überschriften auf meiner HTML-Seite ist denn der SEO-Title? Keine. Der Title steht im Quelltext und mit etwas Glück in den Suchergebnislisten von Suchmaschinen. Deshalb wird er auch oft Meta-Title genannt, obwohl das streng genommen falsch ist (er ist keine ergänzende Meta-Information).

  • Wo kann ich mir den Namen meiner Einzelseite anschauen? Der SEO-Title steht im Quelltext jeder Seite, mit der rechten Maustaste kannst du die Seitentitel anderer Shops anschauen. Das geht aber auch einfacher: Er ist die Beschriftung, wenn du eine Seite als Lesezeichen abspeicherst oder in einem Browser-Tab offenstehen hast. In deinem VersaCommerce Shop heißt er „Seitentitel“.

Onpage-Optimierungswissen direkt von der Google-Quelle

Immer schon bestand die Gefahr, dass deine sorgfältig kombinierten Meta-Daten von Google überschrieben werden, wenn andere Angaben dem Google-Algorithmus sinnvoller erscheinen. Jetzt im September 2021 änderte Google die eigene Suchlogik erneut, gab aber zur Abwechslung mal eine offizielle Stellungnahme ab.  

Zitat: „Eins der wichtigsten Kriterien, nach denen Nutzer entscheiden, welche Suchergebnisse für ihre Suchanfrage relevant sein könnten, sind die Titel der aufgelisteten Webseiten. Daher ist es uns wichtig, für Dokumente in unseren Suchergebnissen die bestmöglichen Titel bereitzustellen. So können Nutzer die von Erstellern, Publishern, Unternehmen und anderen produzierten Inhalte am einfachsten finden.“

Es klingt nicht bahnbrechend und auch ein bisschen schwammig? Das liegt daran, dass Google natürlich überhaupt nicht daran interessiert ist, eindeutig nachvollziehbare Erfolgsformeln für die Auffindbarkeit mit dem perfekten SEO-Title preiszugeben.

Immer, wenn ein „Erfolgskriterium“ komplett geknackt und öffentlich bekannt wurde, dauerte es nur wenige Tage, bis das Internet weltweit mit Dreck wie Glücksspiel, illegalem Porno und Spam geflutet wurde – so sahen die Anfangszeiten der Search Engines weltweit aus, es war ein Wettlauf gegen Spam.

An der Dominanz der „krassen“ Themen sind Suchgiganten wie Google schon deshalb nicht interessiert, weil Menschen ihre gewinnbringende und ertragreiche „Search Engine“ nur nutzen werden, wenn sie zufriedenstellend suchen können: Man kann in einer Müllhalde keine lukrativen Anzeigen vermieten.

Das Ziel einer erfolgreichen Suchmaschine kann immer nur sein, den Nutzenden möglichst gute Orientierung zu bieten. Nicht den Spammern.

Deshalb sind die Algorithmen von Suchmaschinen höchst geheim und wie die Ergebnisse in den Rankings entstehen, das setzt sich aus Tausenden von sich ständig weiter ändernden Faktoren zusammen, von denen nur um die 200 Rankingfaktoren als „offiziell bekannt“ und nachvollziehbar umsetzbar gelten. Allerdings gibt es dann wieder um die 50 ergänzende Faktoren, die ebenfalls Einfluss auf diese 200 nehmen können. Ein bisschen Rätselraten bleibt SEO immer.

Unbestritten einer der wichtigsten Onpage-Faktoren ist also auch laut Aussage von Google selbst der SEO-Title und deshalb sind auch vage Hinweise wie die in der offiziellen Info für deine Optimierung wirklich spannend – weil du besser verstehst, wie du es vermeiden kannst, überschrieben zu werden.

Vermeiden solltest du die Übernahme, weil die Ziele von Google andere sind als deine. Du möchtest dein Produkt im Vordergrund stehen haben. Google möchte direkt auf die gesuchte Antwort zugehen und diese Info liefern.

Das mag oft gut ausgehen und zugunsten deines Shops, aber garantiert nicht immer.

Page Title, SEO Title, Seitentitel, SEO-Titel, Titellink oder “Title Link”

Wie immer der HTML-Titel in deiner Software oder deinen Schulungsunterlagen heißt, kurz zusammengefasst entscheidet im Zweifelsfall immer noch Google, mit welchem Titellink oder SEO-Title deine Seite bzw. die Unterseiten in der Google-Suche angezeigt werden.

Bisher konnte es auch passieren, dass immer wieder frisch zusammengemixt wurde, womit deine Seite auffindbar war: Vor der aktuellen Änderung richtete das Ergebnis des „Überschreibens“ sich direkt nach der Suchanfrage. Fünf unterschiedliche Suchen konnten deine Produktseite mit fünf unterschiedlichen Titeln ausgeben – ein Umstand, der Suchmaschinenoptimierungsexperten völlig flauschig gemacht hat, weil sich kein tragfähiges und für alle geltendes System greifen ließ.

Das zumindest ist nun vorbei, denn wenn Google sich einmal einen anderen Title für dein Angebot herausgesucht hat, wird immer dieser eine ausgegeben. Ist das wirklich gut oder heißt es, dass diese Version dir dann „ewig“ erhalten bleibt? Wir wissen es noch nicht. Es macht die Recherche zumindest übersichtlicher, eine einzelne Fundstelle reicht zum Aufzeigen, dass du ein Titellink-Problem hast und nacharbeiten musst.

Die Google Suche greift laut eigener Aussage auf die folgenden Quellen zurück, um Titellinks automatisch zu bestimmen:

  • Inhalt in <title>-Elementen

  • Wichtigster visueller Titel oder wichtigste Überschrift auf einer Seite

  • Überschriften, z. B. <h1>-Elemente

  • Sonstige Inhalte, die aufgrund von Stilanpassungen groß und auffällig dargestellt sind

  • Anderer Text auf der Seite

  • Ankertext auf der Seite

  • Text in Links, die auf die Seite verweisen

Aus den „News“ zu SEO-Titeln lassen sich diese drei wichtigen Informationen ziehen: Es gibt nicht mehr viele, sondern nur noch einen Überschreibe-Titel, falls deine eigenen Angaben ausgetauscht werden. Deine Informationen sollten möglichst aussagekräftig und nützlich und dabei nicht zu lang sein, dann passiert dir das hoffentlich nicht. Denn bereits 20% aller Websites im Google-Index sind von der Übernahme ihrer Informationen betroffen, zu denen möchtest du nicht gehören.

Das meint Google damit, möglichst nützlich sein zu wollen 

Das auf den ersten Blick nicht so spektakuläre Update ist ein ganz wesentliches, weil Google mit dem Überschreiben nicht zureichender Seitentitel die Suchergebnisse brauchbar und barrierearm gestaltet. Zugänglicher werden heißt immer auch optimieren. 

Gegen solche Fehler und Taktiken richten sich die Updates: Mit den HTML-Title-Tags von Shops und Websites wird sehr oft Keyword-Stuffing betrieben, die sinnfreie Aneinanderreihung möglichst vieler scheinbar wichtiger Suchbegriffe. Die von Menschen oder Automatismen ausgegebenen Titel-Tags sind häufig zu lang und werden dadurch nicht korrekt in den Suchergebnissen ausgespielt. Häufig fehlen Title-Tags sogar einfach oder wiederholen sich oder sind sich im Rahmen eines Projekts so ähnlich und doch wenig aussagefähig.

Sind deine SEO-Titellinks schlecht, greift Google jetzt bevorzugt auf die H1 Überschrift deiner Einzelseite zu. Ist dieser H1-Title von dir ebenfalls eher mager, kann alles Mögliche passieren, sobald man diese Seite in der Suche findet.

Das Tückische: Niemand sagt dir Bescheid. Du musst selbst checken, ob deine Seiten auffindbar sind und die gewünschten SEO-Titel ausgeben.

Wenn du weiterhin zu den 80% Site-Betreibern gehören willst, deren Original-Titellinks wunschgemäß erhalten bleiben, solltest du also konsequent und strategisch darauf achten, dass deine SEO-Titel einwandfrei aufgebaut sind.

So bleibt dein eigener Text erhalten: SEO-Title Checklist für deinen Shop

Betrachte den Seitentitel als ein kurzes Stückchen Werbetext, ohne den die Optimierung für Suchmaschinen nicht funktioniert: Sowohl für Menschen als auch für Maschinen muss erkennbar sein, worum es auf dieser Seite geht. 

Oft ist der SEO-Title die erste bewusst wahrgenommene Information zu einer Blog- oder Produktseite: Nur bei einem gut getexteten Titel wird deine suchende Zielgruppe auch klicken. Die Herausforderung besteht darin, um die 50-70 Zeichen höchstens zu schreiben, damit der Rest nicht abgeknapst oder der ganze Titel umgeschrieben wird.

7 Tipps für deinen Titel

  1. Jede Einzelseite deiner Domain/deines Shops sollte einen einzigartigen und ansprechenden Titel haben, der über das <title>-Element im Quelltext definiert wird.

  2. Der Seitentitel muss beschreibend und präzise sein, also nicht so etwas wie "Home" für deine Startseite nehmen, sondern "Vegane Süßwaren Online-Shop $SHOPNAME"

  3. Diese Basis-Informationen über deine Marke und deinen Shop werden dann aber nicht stumpf auf jeder Seite in jedem Titel wiederholt untergebracht.

  4. Ein Keyword am Anfang ist gut, zwei elegant beschriebene okay, alles darüber hinaus ist "Keywordstuffing" und damit Spam und wird vermutlich überschrieben.

  5. Beschreibungen der Sorte "größer, schneller, weiter, billiger, sofort und besser" etc. fallen ebenfalls unter die "spammy"-Vorgehensweisen und sollten vermieden werden.

  6. Wenn du viele Seitentitel automatisch benennst, achte auf ein gutes Gesamtbild: Statt für jeden Title die Eigenschaften aufzuzählen, nimm lieber die Kategorie und am Ende den Shop-Namen.

  7. Auf reinen Funktionsseiten wie AGB oder Newsletter-Abo kannst du jeden Title einfach mit deinem Markennamen beginnen und mit einem Bindestrich oder Doppelpunkt abtrennen: "$SHOPNAME: Allgemeine Geschäftsbedingungen".

Seitentitel sind Werbetexte. Du kannst dich von anderen Shops inspirieren lassen, dir ein eigenes Template für den Aufbau anlegen, zum Beispiel: 

$PRODUKTNAME Eigenschaften oder Zielgruppe - $SHOPNAME

Die Empfehlungen für die Länge des perfekten Seitentitels schwanken zwischen 50 und 70, weil der vorhandene Platz eigentlich in Pixel vergeben wird: Ein Wort, das dreimal den Buchstaben O enthält, nimmt naturgemäß mehr Platz ein als eins mit i, e und n (um mal irgendein Beispiel zu wählen). Erschwerend kommt noch hinzu, dass auf Mobilgeräten häufig mehr Platz vorhanden ist, weil zwei Zeilen Titel angezeigt werden können und sich die Empfehlungen von Fachmenschen daher oft widersprechen.

Mit bis zu 55 Zeichen gehst du sicher, dass dein SEO-Title immer passt.

  • Produktbezeichnung und relevante Information, Name des Shops

  • Vegane Schokolade Mandeln und bio Cranberries - $SHOP

  • Krawatte Manchester, reine Seide Geschenk Vatertag - $SHOP 

Um ein Gefühl für wirksame SEO-Titel zu bekommen, kannst du auch ein „privates“ Browser-Fenster öffnen und eine von Cookies und vorherigen Suchanfragen unbelastete Recherche starten. Schau dir an, welche Seiten mit deinen Wunsch-Keywords weit oben gefunden werden und wie deren Titel aufgebaut sind.

Onpage-SEO, die Optimierung von Elementen auf deiner Shop-Website oder im Blog/der normalen Website, ist ein eigenes Fachgebiet, aber die Grundlagen sind nicht sehr kompliziert: Du solltest nie versuchen, die (Such-)Maschinen durch zahlreiche Wiederholungen von Keywords oder irgendwelchen anderen Tricks zu manipulieren.

Alles andere besteht dann darin, den suchenden Menschen die gewünschten Informationen zu geben. Das klappt am besten, wenn Keywords sich an einigen Stellen in den Strukturen verankern, wie dem SEO-Title und anderen markanten Stellen – aber auch, wenn du mit hochwertigen Texten und einem guten Synonym-Lexikon arbeitest.  

Als Shop-Betreiber hast du alle Hände voll zu tun mit vielen täglichen Aufgaben rund um deinen Online-Shop. Jetzt auch noch das Suchmaschinenoptimierung und das Marketing für deine Produkte – denn ohne geht es nicht. Doch bist du mit dieser Herausforderung nicht alleine: Unser Coaching-Team aus Experten berät dich gerne – melde dich bei uns mit deinen Fragen!

Was ist ein SEO-Title?

Der Meta-Name jeder einzelnen Seite im Internet ist auch der Name, der erscheint, wenn du dir ein Lesezeichen speicherst. Er heißt Title, SEO-Title, Meta-Title oder Titellink und steht im Quelltext der Seite. Dieser HTML-Title kann so ähnlich lauten wie die Überschrift des Textes. Aber er kann auch ganz anders aussehen, ein Keyword am Anfang stehen haben, den Shopnamen mitführen und/oder ein Produkt nennen und damit für Suchmaschinen optimiert sein.

Kann ich nicht einfach überall den Namen von meinem Shop in den Title setzen?

Nein. Jeder Meta-Title sollte innerhalb einer Domain einzigartig sein und darf im gesamten HTML-Dokument nur einmal vorkommen. Außerdem verschenkst du damit wichtige Chancen auf Auffindbarkeit. Einzelne Meta-Angaben, so viel Zeit sollte sein: Bei großen Mengen an Produkten kann man sie automatisiert einfügen.

Wie ist ein guter SEO-Title aufgebaut?

Ein guter Title ist kurz – zwischen 50 und 70 Zeichen, siehe unseren Hinweis – und enthält das wichtigste Keyword am Anfang. Zudem ist es trotzdem noch gut lesbar. Trotzdem wird das Ergebnis oft noch von Google einfach überschrieben, darum geht es auch in unserem Wissensartikel.

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