E-Commerce

Zeit sparen für Online-Shop-Betreiber. Wann hilft Outsourcing?

Wer einen neuen Webshop erstellt, möchte vor allem schnell mit dem Verkaufen loslegen können. Um Zeit und Geld zu sparen, lohnt es sich durchaus einen Teil der Aufgaben durch Dienstleister erledigen zu lassen.Aber Vorsicht! Das ist vor allem eine gute Idee bei der technischen Umsetzung. Auch beim Marketing ist Expertenwissen wertvoll. An anderer Stelle funktioniert das nicht so selbstverständlich.In produktspezifischen und auf den Shop bezogenen Fragen kann nur der Betreiber selbst die entsprechende Inhalte einbringen. Bei allen geschäftskritischen Aufgaben sollte dieser das Ruder fest in der Hand haben. Nur so  bleibt die Hoheit über den eigenen Shop erhalten.Also, was muss ich nun selbst können und leisten und was kann ich mir ”vom Hals halten“?
von steinke

Tätigkeiten, deren technische Umsetzung sich gut outsourcen lässt:

  • Das Erstellen von Rechnungen bis hin zu vollständiger Buchhaltung – ganz einfach in der Cloud, etwa mit Lexoffice oder fastbill.
  • Die Auswertung aller Aktivitäten im Shop (Analytics). Nutze am besten etwas, das Du nur noch in die Shopseite einbinden musst, wie Google Analytics oder Piwik. Fang nicht an, diese Software selber zu installieren und zu betreiben.
  • Marketing via Suchmaschinen – Adwords-Strategien lässt man am besten von Agenturen oder SEM-Beratern erstellen mit denen man inhaltlich gut zusammenarbeitet.
  • Die Shopsoftware – Software as a Service (SaaS) ist empfehlenswert und hat viele Vorteile, nimm am besten VersaCommerce
  • Der Versand der Newsletter an Deine Kunden – die Inhalte erstellt man natürlich selbst (oder durch einen guten Werbetexter). Für den Versand gibt es Dienstleister wie CampaignMonitor oder Cleverelements.
  • Güte-Siegel: Es gibt eine Vielfalt an Gütesiegeln. Bezahlte oder vom eigenen Grafiker selbst gestaltete. Einige Anbieter von Gütesiegeln bieten Shop-Bewertungen an. Die kann man natürlich nicht selber gestalten.

Tätigkeiten, die man dringend selbst machen sollte. Natürlich auch in Begleitung durch einen Experten.

  • Alle redaktionellen Inhalte für den Shop. Vor allem Texte sollten selbst (vor)geschrieben werden. Dazu gehören auch die Seiten, die das Rechtliche klären. Am besten schaut man sich im Netz um, setzt sich mit den Standardvorlagen auseinander und passt diese entsprechend an.
    • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). Kleiner Tipp: Weniger ist besser, denn das meiste ist bereits per Gesetz geregelt. Trotzdem gibt es Punkte, die erwähnt werden müssen! Einen Rechts- / Fachanwalt zu konsultieren, ist durchaus empfehlenswert.
    • Datenschutzerklärung
    • Widerrufs- ODER Rückgaberecht
  • Auch wenn es eine Arbeitserleichterung ist, sollte man NIEMALS die Produktbeschreibung des Herstellers kopieren. Einerseits ist Duplicate-Content einer der bekanntesten SEO-Killer, andererseits sind die Herstellertexte oft viel zu kurz und vor allem in Bezug auf relevante Keywords nicht aufbereitet. Genau deswegen sollte man die Inhalte der Produktseite unbedingt selbst erstellen.
    • Produktbeschreibungen
    • Produktabbildungen

Auf bestehende, professionelle Services zurückzugreifen, ist nicht nur eine Arbeitserleichterung, sondern kann auch deutlich zur Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Abwicklung der Tätigkeiten rund um den Webshop beitragen.

Dennoch bietet es sich an, sich zuerst selbst intensiv mit allen Aufgaben auseinander zu setzen. Wer vor dem Outsourcing zum Beispiel das Order-Fulfillment (verpacken, Rechnung etc. beilegen, Gewicht, Preise, Maße bestimmen, Versand) eine Zeit lang selbst erledigt hat, kann die Qualität des ”Fulfillment-Dienstleisters“ besser bewerten und so fundiertere Entscheidungen in unternehmenskritischen Fragen treffen.


Bilder: © Fotolia

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