VersaCommerce

Carola Heine

Checklist: In 10 Schritten zum perfekten Produkt-Launch

Manchmal muss es etwas mehr sein: Wenn du ein besonders spannendes Produkt in einen übervollen Markt wirfst, willst du auf Nummer sicher gehen und den Launch sorgfältig planen.

Checklist: In 10 Schritten zum perfekten Produkt-Launch

Die VersaCommerce Checklist für die Produkteinführung hilft dir dabei, den Überblick über alle nötigen Schritte zu behalten, die Prozesse zu durchdenken und schon im Vorfeld für die nötigen Ressourcen zu sorgen. Gute Planung entspannt und ermöglicht es dir, Aufgaben auszulagern.

  • Was ist eine Produkt-Launch Checklist?
    Eine Produkt-Launch Checklist ist eine Arbeitshilfe für eine erfolgreiche Produkteinführung, nämlich eine Auflistung erforderlicher Maßnahmen.

  • Warum eine Checklist für einen Produkt-Launch?
    Mit einer Checklist stellst du sicher, dass du an alles denkst und einen Prozess aufsetzt, den du für weitere Produkte erfolgreich wiederverwenden kannst.

  • Kann ich mich damit auf wirklich alles vorbereiten, was passieren kann?
    Nein, aber mit einer soliden Planung inklusive Analysen als Grundlage kannst du Probleme schneller bemerken und flexibler reagieren.

Mit der VersaCommerce Produkt-Launch Checklist In 10 Schritten zur erfolgreichen Produkteinführung

Unsere Checklist macht aus deinem Produkt-Launch zehn planbare Schritte, die sich wiederum in überschaubare Aufgaben unterteilen lassen. Das ist übersichtlicher als einfach irgendwie anzufangen – und damit hast du es auch ganz leicht, wenn du Aufgaben an andere Team-Mitglieder oder externe Dienstleister auslagern möchtest.


Auch Teamarbeit klappt viel besser, wenn alle Beteiligten Zugriff auf die Checklist mit den Aufgaben haben und jederzeit sehen können, wie der Erledigungsstatus aller anfallenden Tätigkeiten ist: So arbeitet niemand aneinander vorbei, nichts wird vergessen oder doppelt erledigt. Voraussetzung dafür ist, dass du deine Produkt-Launch Checklist online so ablegst, dass ihr gemeinsam daran arbeiten könnt – in Apps wie Trello, Notion oder Google Drive.

10 Schritte für deinen gut geplanten Produkt-Launch: 

  1. Zielgruppe definieren

  2. Produkt positionieren

  3. Content Strategie aufsetzen

  4. Ziele für Markteinführung festlegen

  5. Zeitplan für den Produkt-Launch

  6. Social Selling Anzeigen starten

  7. Marketing auf Instagram und Co

  8. Kundenservice vorbereiten    

  9. Content strategisch vorplanen 

  10. Produkteinführung auswerten

Auch der prüfende Blick zurück auf jeden Schritt gehört zur Produkteinführung, um Fehler und Lücken rechtzeitig zu bemerken und fürs nächste Mal zu lernen.

1. Zielgruppe definieren

Um deinen Produkt-Launch erfolgreich zu machen, solltest du im ersten Schritt herausfinden, welches Problem für welche Kunden das Produkt löst – oder wer motiviert sein könnte, es zu kaufen, weil es ein Bedürfnis erfüllt. Vielleicht kannst du einige bestehende Kunden fragen, ob und warum dieses Angebot interessant für sie wäre und wenn nein, warum nicht. 

Eine Möglichkeit besteht darin, sich aufmerksam online auf den Kanälen und Websites der Konkurrenz umzuschauen. Wer reagiert auf ein vergleichbares Angebot? Welche Fragen werden gestellt, welche Probleme gibt es und was kannst du über die Käufer erfahren? 

In den meisten Fällen wirst du deine Zielgruppe bereits kennen und für den Produkt-Launch nun eine Nische genauer festzurren. Mit den Erkenntnissen kannst du eine so genannte „Buyer Persona“ erstellen oder auch mehrere. Das sind ausgedachte, aber sorgfältig konzipierte Zielkäufer für dein Produkt, an die dein Marketing sich richten wird: Wie eine Karteikarte, auf der du die Daten der Buyer Persona definierst.

Mögliche Merkmale: Alter, Lebenssituation, Standort und andere demografische Daten, außerdem denkbare Probleme und Herausforderungen, die dein Produkt lösen kann. 

Tipp: Mit einem Social Listening Tool lassen sich Social Media Kanäle nach Kommentaren und Postings zu bestimmten Produkten und Marken durchsuchen. Auch nach denen von Mitbewerbern. Solche Erkenntnisse können natürlich auch in die Gestaltung deiner „Personas“ einfließen, an denen sich dein Produkt-Launch ausrichtet.

2. Produkt positionieren

Damit dein Produkt-Launch erfolgreich ist, muss die Zielgruppe Interesse daran haben. Es muss ihnen begehrenswert erscheinen und zwar für den von dir angebotenen Preis.

Du weißt bereits, warum du dieses Produkt in dein Sortiment aufgenommen hast, nun musst du es noch nach außen hin positionieren, damit andere es kaufen wollen:

  • Was macht es einzigartig, dein Produkt? 

  • Was kann es, was macht man damit? 

  • Wie fühlt sich das an?

  • Welche Probleme löst es, 

  • Welche Motivation löst es aus?

  • Ist es für einmal, oder immer wieder

 Aber auch

  • Warum sollte man lieber bei dir kaufen?

  • Was machen die Wettbewerber?

  • Was machen sie ggf. ganz anders?

  • Was sagt die Zielgruppe dazu?

  • Welche Lücke in den vorhandenen Angeboten kannst du schließen?

  • Welches Budget kannst du für Anzeigen planen?

Wenn du die Buyer Personas erstellt und die Antworten und Daten zu diesen Fragen notiert hast, kannst du mit der konkreten Content-Planung beginnen.

3. Content Strategie aufsetzen

Dein neues Produkt oder Sortiment braucht Shoptexte, die verkaufen. Je mehr Mühe du dir mit dem begleitenden Text gibst, desto mehr Futter fällt für Social Media Postings bereits in dieser Stufe ab.

Das gilt auch für Postings in deinem Blog: Wenn du 3 bis 5 gute Ideen für Artikel rund um dein Produkt hast, dann solltest du dafür sorgen, dass sie sich gut in den sozialen Medien verteilen lassen – und zwar mit verschiedenen Teasern immer wieder über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Tipp: Mach vorher eine Keyword-Analyse, damit auch dein SEO sitzt und passt.

Grundlage für deinen Content Marketing Plan ist eine Liste der Inhalte, die du erstellen willst:

  • Welche Keywords und Hashtags willst du verwenden?

  • Was soll alles im Produkttext stehen, wie viele brauchst du?

  • Wie viele Blogartikel planst du ein und wann? 

  • Welche Fotos brauchst du für deine Kanäle und den Shop?

  • Welche Videos willst du bringen? 

  • Ggf: Mit welchen Influencern willst du arbeiten?

  • Welche Stories und Reels willst du posten/filmen? 

  • Welche Art von Anzeige willst du schalten und wo?

Wie du dein Produkt positionierst, wird viele Details des zu erstellenden Contents beeinflussen.

4. Ziele für Markteinführung festlegen

Ohne Ziele für deinen Produkt-Launch weißt du nicht, ob du erfolgreich bist und stocherst nur im Trüben. Entscheide dich also für die KPI, die du messen willst. Nur wenn du sie festlegst und während der Produkteinführung überwachst, kannst du für deine zukünftigen Launches lernen und rechtzeitig eingreifen, wenn deine Strategie angepasst werden muss. Zum Beispiel, weil sich nichts tut, niemand kauft oder auf den sozialen Kanälen keine Interaktionen erfolgen.

Mit den KPI im Überblick kannst du in Echtzeit reagieren und nicht erst im Nachhinein. Deine Ziele sollten allerdings im realistischen Bereich bleiben. Mit guten Anzeigen schnell die ersten tausend Verkäufe zu erzielen, das ist ein erreichbares Ziel. In kürzester Zeit eine fünfstellige Followerzahl erreichen? Das eher nicht.


5. Zeitplan für den Produkt-Launch

Ist dein Produkt saisonal? Dann startest du am besten 6 bis 8 Wochen vor Saisonstart. Ist es erklärungsbedürftig? Es wäre unklug, dann kurz vor einem Wochenende damit online zu gehen, denn die meisten Fragen werden Menschen während ihrer „regulären“ Arbeitszeiten stellen und auch du und dein Team solltet verfügbar sein.

Das gilt auch für Einführungsaktionen und das Schalten von Anzeigen: Du möchtest eine Welle erzeugen – dann sollten du und dein Team auch erreichbar sein, wenn sie aufschlägt.

Die statistischen Insights der einzelnen Plattformen verraten dir, wann die Aussichten auf gute Interaktionen am größten sind, um welche Uhrzeit sich deine Zielgruppe tummelt und Trends zu erkennen.

Zeitplanung für eine Produkteinführung bedeutet, den Zeitplan festzulegen (zum Beispiel acht Wochen vor Weihnachten) und zu ermitteln, wann welcher Content vorher fertig sein muss, damit du nach Plan loslegen kannst.

6. Social Selling Anzeigen starten

Sobald dein Produkt im Shop verfügbar ist und du guten Begleit-Content hast – zum Beispiel ein Reel, mit dem der Artikel gut gezeigt wird – solltest du Anzeigen schalten, die es deiner Zielgruppe ermöglichen, direkt in der Timeline von Instagram, Facebook oder TikTok zu kaufen. Wir haben über Social Commerce ausführlich für dich geschrieben.

Wichtig ist, dass du verschiedene Formate probierst und die Ergebnisse prüfst, um die Anzeigen mit den besten Aussichten zu ermitteln (nimm‘ diesen Check in deinen Zeitplan auf).

7. Marketing auf Instagram und Co

Parallel startest du mit „organischem“ Content, das sind alle Social Media Inhalte, die du bereits vorbereitet hast: Fotos vom Produkt, Postings zum Vorstellen des neuen Artikels, Links direkt in den Shop und dein Blog, jeweils mit einem Call-to-Action (CTA), der deine Zielgruppe zum Klick, Kauf oder Feedback animieren soll.

Nicht vergessen: Die passenden Keywords und Hashtags verwenden, damit du auch von den Usern gefunden wirst, die dir noch nicht folgen, aber nach bestimmten Begriffen suchen oder diese sogar abonniert haben.

8. Kundenservice vorbereiten

Deine Kunden werden eine schnelle Antwort erwarten, wenn sie Fragen zu deinem neuen Produkt haben. Ein Chatbot kann dich und dein Team entlasten – vor allem steht ein Bot auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten zur Verfügung und viele Fragen können tatsächlich durch vorgefertigte Antworten geklärt werden.

Aber auch wenn du keinen Chatbot fütterst, solltest du die Antworten auf voraussichtlich häufig gestellte Fragen vorbereiten, um Reaktionszeiten zu verkürzen und auch, damit die Antworten einheitlich und dokumentieret sind und jeder im Team helfen kann.

Damit du nicht einen Posteingangskorb nach dem anderen abklappern musst, damit du auf Instagram oder Facebook keine Message verpasst, empfehlen wir dir den Einsatz eines Social Media Management Tools, das mit einem smarten Posteingang alle Erwähnungen deines Shops, aber auch alle Kommentare, Direktnachrichten und Postings einsammelt, so dass du an einem einzigen virtuellen Ort auf alles komfortabel reagieren kannst. In einigen Tools kannst du auch Aufgaben delegieren und jederzeit sehen, ob schon geantwortet wurde.

9. Content strategisch vorplanen

Das Beste an besagten Social Media Tools ist, dass du dich einmal hinsetzen und den Content für mehrere Wochen vorplanen kannst. Es kann spontan und spannend wirken, wenn du die Postings schon lange vorher geschrieben hast – du kannst sie jederzeit durch nutzergenerierte Inhalte ergänzen oder ein geplantes Posting weiter nach hinten ziehen.

Auch ohne Social Media Management App kannst du „scheduling“ nutzen und Postings vorplanen, nämlich mit Canva Pro.

Du kannst Ordner anlegen, deine Fotos hochladen und in der Grafik-App bearbeiten und dann sofort für die Veröffentlichung planen.

So hast du den Kopf frei und kannst auch keinen wichtigen Kanal vergessen, um die aktivsten Zeiten posten und vor allem sehr komfortabel am Ball bleiben. Denn ein Posting oder fünf sind ja immer nur ein Anfang, nicht alle Follower sehen jedes Posting und bei der ersten Ansicht eines Produkts werden die meisten deiner Zielgruppe nicht sofort kaufen, sondern höchstens neugierig werden.

Plan also am besten einen Mix aus Fotos, Videos, Reels und Live im Abstand von ein oder zwei Tagen und für einen Zeitraum von mindestens drei Wochen, am besten viel länger.

10. Produkteinführung auswerten

Es ist zwei oder drei Wochen nach dem Produkt-Launch, du hast deine Produkteinführung hinter dich gebracht. Jetzt ist es an der Zeit, deine Checklist noch einmal zu zücken und mit deinen Zielen abzugleichen.

Hast du deine Ziele erreicht? Super! Fehlte noch etwas an der Zielerreichung: Was kannst du beim nächsten Mal viel besser machen? Kannst du weitere Kundenbewertungen bekommen? Wie waren die Interaktionen? Haben Menschen dein Produkt erwähnt, kannst du mit diesem Content auch etwas anfangen, zum Beispiel in einer Story erwähnen? 

Nutzergenerierte Beiträge können gleichzeitig als positive Bewertung, Kundenanwendungsbeispiel und zitierfähiger Inhalt dienen. Du kannst sie mit Challenges, Calls-to-Action und Aktionen provozieren – je nach Produkt, es muss natürlich passen.

Ein Starter-Angebot kann einen extra Anschub liefern

Hast du schon mal den Kick erlebt, ein Produkt als „Early Adopter“ zu bekommen oder etwas zum Sonderpreis zu bekommen, weil du zu den ersten Käufern gehört hast? Vielleicht passt es auch zu deinem Angebot, die ersten 100 Käufer zu belohnen – zum Beispiel durch eine Kampagne im Newsletter. 

Auch das Starter-Angebot sollte natürlich lange vor dem offiziellen Launch von dir vorbereitet werden, so wie auch eine eventuelle Zusammenarbeit mit Influencern.

Ein Produkt-Launch ist eine spannende Herausforderung, die mit jeder Runde Erfahrungen einfacher wird. Wenn du dich gut vorbereitest und vor allem in Sachen Content deine Hausaufgaben machst, hast du gute Erfolgsaussichten – am besten arbeitest du mit unserer Checklist für den Produkt-Launch, so kann nichts Wesentliches untergehen.

Als Shop-Betreiber hast du alle Hände voll zu tun mit den vielen täglichen Aufgaben rund um deinen Shop.

Jetzt auch noch das Marketing für deine Produkte – denn ohne geht es nicht. Doch bist du mit dieser Herausforderung nicht alleine: Unser Coaching-Team aus Experten berät dich gerne – melde dich bei uns mit deinen Fragen!

Was ist der Vorteil einer Produkt-Launch Checklist für die Produkteinführung?

Mit einer Produkt-Launch Checklist teilst du die anstehenden Aufgaben in gut abzuarbeitende Häppchen auf, kannst damit auch Aufgaben auslagern und gehst sicher, dass nichts vergessen wird.

Wie bereite ich eine Produkteinführung für meinen Shop vor?

Wenn du ein spannendes neues Produkt oder gleich ein ganzes Sortiment einführen willst, arbeitest du am besten mit unserer Checklist, um keinen Schritt zu vergessen und gut vorzuplanen.

Kann ich die Checkliste für jeden Produkt-Launch verwenden

Ja. Aber du wirst bei der zweiten oder immer der nächsten Verwendung die Erfahrungen vom ersten Mal aktiv einarbeiten wollen, damit die Checklist immer effizienter für dich wird.

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