Kosten-pro-Lead (CPL) ist eine wichtige Kennzahl im Bereich des Online-Marketings und E-Commerce, die die Effektivität von Marketingkampagnen und Werbemaßnahmen bewertet. CPL berechnet sich, indem man die Gesamtkosten einer Kampagne durch die Anzahl der generierten Leads (Interessenten) teilt. Mit anderen Worten, es zeigt, wie viel es kostet, einen potenziellen Kunden für das Unternehmen zu gewinnen.

CPL ist aus mehreren Gründen wichtig:

  1. Budget-Optimierung: Die CPL-Kennzahl hilft Unternehmen, ihre Marketingbudgets effizienter zu nutzen. Ein niedriger CPL bedeutet, dass die Kosten für die Generierung von Leads geringer sind, was zu einer effizienteren Nutzung des Budgets führt. Unternehmen können ihre Marketingstrategie anpassen, um die CPL zu senken und ihre Ressourcen sinnvoller einzusetzen.

  2. Vergleichbarkeit von Kampagnen: CPL ermöglicht es, verschiedene Marketingkampagnen und -kanäle miteinander zu vergleichen. So kann ein Unternehmen herausfinden, welche Kampagnen am effektivsten sind und welche möglicherweise überarbeitet oder eingestellt werden sollten.

  3. Rentabilität: CPL ist ein Indikator für die Rentabilität einer Kampagne. Ein hoher CPL kann darauf hindeuten, dass die Kampagne nicht profitabel ist und möglicherweise nicht die gewünschten Ergebnisse liefert. Durch die Analyse der CPL können Unternehmen ihre Marketingstrategien überprüfen und anpassen, um die Rentabilität zu erhöhen.

  4. Leistungsüberwachung: Die regelmäßige Überwachung von CPL ermöglicht es Unternehmen, die Leistung ihrer Marketingkampagnen im Laufe der Zeit zu verfolgen. Auf diese Weise können sie Trends erkennen, Probleme identifizieren und ihren Ansatz bei Bedarf ändern.

Insgesamt hilft die CPL-Kennzahl Online-Händlern und Einzelhändlern dabei, ihre Marketingkampagnen und -strategien besser zu verstehen, zu bewerten und zu optimieren. Sie trägt dazu bei, die Effizienz und Rentabilität von Marketingaktivitäten zu steigern und letztendlich das Geschäftswachstum zu fördern.

Beispiel

Kosten-pro-Lead (CPL) ist eine wichtige Kennzahl im Performance-Marketing, mit der Händler die Effektivität ihrer Marketingkampagnen bewerten können. Es handelt sich dabei um die Kosten, die ein Unternehmen für die Generierung eines qualifizierten Leads (Interessenten, die eine Kaufabsicht äußern) aufbringen muss. Im Folgenden finden Sie ein Beispiel für CPL für Händler.

Ein Elektronikhändler möchte seine Kundenbasis erweitern und entscheidet sich für eine Online-Marketingkampagne, um neue Interessenten zu gewinnen. Das Unternehmen nutzt verschiedene Marketingkanäle wie [Google Ads](/glossar/google-ads), Social Media Marketing und E-Mail-Marketing, um potenzielle Kunden auf seine Website zu leiten und sie dazu zu bewegen, ihre Kontaktdaten in einem Formular einzutragen. In diesem Beispiel betrachten wir eine Google Ads-Kampagne.

Der Elektronikhändler erstellt eine Google Ads-Kampagne und legt ein monatliches Budget von 5.000 Euro fest. Die Kampagne richtet sich an potenzielle Kunden, die nach Elektronikprodukten suchen. Die Anzeigen werden geschaltet, wenn Nutzer bestimmte Keywords eingeben, die für das Unternehmen relevant sind, wie "Smartphone kaufen" oder "Gaming-Laptop online bestellen".

Im Laufe des Monats erhält der Händler durch diese Kampagne 500 qualifizierte Leads, von denen einige später zu zahlenden Kunden werden. Um den CPL zu berechnen, teilt der Händler das monatliche Budget durch die Anzahl der gewonnenen Leads:

CPL = Gesamtkosten der Kampagne / Anzahl der generierten Leads

CPL = 5.000 € / 500

CPL = 10 €

In diesem Beispiel betragen die Kosten-pro-Lead für den Elektronikhändler 10 Euro. Das bedeutet, dass das Unternehmen im Durchschnitt 10 Euro pro gewonnenem Interessenten ausgeben musste. Die CPL-Kennzahl hilft dem Händler, die Rentabilität seiner Marketingkampagne zu beurteilen und zu entscheiden, ob weitere Investitionen in ähnliche Kampagnen sinnvoll sind. Es ist wichtig zu betonen, dass die CPL-Kennzahl allein nicht aussagekräftig genug ist, um den Erfolg einer Kampagne zu beurteilen. Händler sollten auch andere wichtige Kennzahlen wie die Conversion-Rate, den Kundenlebenszykluswert und den Return on Investment (ROI) berücksichtigen.


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