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So kannst du Affiliate Marketing für deinen Shop einsetzen

Die mit Hilfe von Affiliate Marketing erzielten Umsätze im E-Commerce steigen. Was muss ein Shopbetreiber tun, um dieses Instrument einzusetzen? Hier kommen einige Infos dazu.
So kannst du Affiliate Marketing für deinen Shop einsetzen

Im ersten Teil haben wir erfahren, dass 2016 im deutschen Online-Handel jeder sechste Euro mit Hilfe von Affiliate Marketing umgesetzt worden ist. Die Tendenz ist deutlich steigend. Daher haben wir euch im besagten ersten Teil einige grundsätzliche Informationen darüber präsentiert, was Affiliate Marketing eigentlich ist und wie es funktioniert. Für all diejenigen Shopinhaber, deren Interesse an diesem Marketingtool wir damit geweckt haben, folgen heute grundsätzliche Informationen darüber, was zu tun ist, wenn dieses Instrument zum Einsatz gebracht werden soll. Wo finde ich geeignete Affiliates? Wie sehen die Provisionsmodelle aus? Wie wird abgerechnet? Diese und andere Fragen wollen wir heute beantworten.

Partnerfindung im Affiliate Marketing

Ganz so wie im Privatleben sollten auch im Marketing die Partner, also Händler und Affiliate, möglichst gut zueinander passen. Es ist eigentlich klar, sei aber dennoch gesagt: Die Interessen der Besucher der Website oder des Blogs des Affiliates deiner Wahl sollten mit den von dir angebotenen Produkten oder Dienstleistungen positiv korrespondieren.

Aber wie findest du den geeigneten Partner – oder mehrere Partner? Da gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Einerseits kannst du in Eigenregie nach Affiliates suchen und bilateral eine Kooperation vereinbaren. Diese Variante ist für Einsteiger im Normalfall wohl eher nicht optimal. Die zweite Möglichkeit ist der Weg über so genannte Affiliate Networks. Diese Netzwerke haben sich darauf spezialisiert, Kooperationen zwischen Merchants und Affiliates zu vermitteln und diese auch in der Abwicklung – das bedeutet in erster Linie Tracking und Provisionsabwicklung – zu managen. Diese Affiliate Networks – es gibt Tausende – findest du problemlos über jede Suchmaschine.

Die Rolle der Affiliate Networks

Für Einsteiger in das Affiliate Marketing ist der Weg über ein Affiliate Network in aller Regel sicher empfehlenswerter als die Erforschung dieser Marketingdisziplin auf eigene Faust. Die Netzwerke vermitteln Partnerschaften, unterstützen bei der vertraglichen Anbahnung von Kooperationen, verwalten das Geschäftsverhältnis, kümmern sich um das Reporting und Tracking sowie die daraus entstehende Abrechnung. Gute Networks schützen übrigens im Rahmen ihrer Dienstleistungen auch vor Betrügern auf beiden Seiten der Partnerschaft. Das lassen sie sich natürlich bezahlen – normal.

Provisionsmodelle im Affiliate Marketing

Es gibt eine ganze Reihe von Provisionsmodellen im Affiliate Marketing. Der grundsätzliche Deal ist aber immer gleich: Der Händler profitiert von der Vermittlung von potenziellen oder tatsächlichen Kunden über den Affiliate und zahlt dafür. Daher konzentrieren wir uns hier jetzt, auch wenn es viele weitere gibt, auf die drei populärsten Modelle. Das offensichtlichste System ist das „pay per sale“. Wie der Name schon sagt, entlohnt der Merchant seinen Affiliate für jeden Verkauf, der über Letzteren entsteht, mit einer fest vereinbarten Provision. „Pay per click“ hingegen zielt auf die Erhöhung des Traffics im Shop unabhängig von den dadurch ausgelösten tatsächlichen Abverkäufen. Natürlich liegen die Provisionspreise für solche Transfers deutlich unter denen bei „pay per sale“. Das so genannte „pay per sign-up“ honoriert für den Affiliate jede Anmeldung für einen Newsletter oder andere Online-Aktionen des Merchants.

Tracking und Kontrolle

Selbstredend liegt es im Interesse beider Partner, also Merchant und Affiliate, dass klar nachvollziehbar ist, welche Verkäufe, Shopbesuche oder Sign-ups denn tatsächlich auf das Konto des Affiliate gehen. Auch das kann mit entsprechenden Tracking-Tools bilateral geregelt werden. Entscheidest du dich für die Nutzung eines Affiliate Networks, kannst du diese Aufgabe wie auch die Abrechnung gemeinsam mit deinem Partner auslagern. Diese Option wird insbesondere dann interessant, wenn du nicht mit einem, sondern mehreren Affiliates kooperierst.

Vorteile des Affiliate Marketing

Der grundlegende Reiz des Prinzips Affiliate Marketing für Shopbetreiber ist natürlich der, Zugang zu Zielgruppen zu erhalten, die sonst schwer erreichbar wären. Ähnlich wie beim Influencer-Marketing profitiert der Merchant ein Stück weit von dem Vertrauen, das der Affiliate bei seinen Leuten genießt.

Ein Punkt, der durchaus relevant und daher erwähnenswert ist, ist die Transparenz des Affiliate Marketing. Es ist im Rahmen dieses Konzeptes klar mess- und nachvollziehbar, ob die Kooperation mit einem Affiliate gewinnbringend oder trafficsteigernd ist. Diese Parameter sind mit Hilfe von Tracking-Tools klar nachprüfbar. Du siehst genau, woher ein Shopbesuch oder ein Abverkauf kommt. Sind die Ergebnisse positiv, kannst du über eine Intensivierung nachdenken. Sind sie nicht zufrieden stellend, kannst du die Kooperation mit dem betreffenden Affiliate beenden. Die Kontrolle liegt bei dir.

Fazit

Affiliate Marketing ist eine potenziell gewinnbringende Bereicherung in deinem Marketingmix. Die Transparenz dieses Instrumentes erlaubt dir eine genaue Erfolgs- und Kostenkontrolle. Das kann man nur über wenige andere Marketingtools so überzeugt sagen. Entscheidend ist für dich als Shopbetreiber, den wirklich passenden Partner als Affiliate zu finden. Dann funktioniert es auch mit dem steigenden Umsatz.

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Bilder © Coloures-Pic / Fotolia

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Autor

Frank Zimmermann

Frank ist mit seinem Unternehmen FCZ PR seit 2004 selbständiger Kommunikationsberater. Seine Kernkompetenzen sind E-Commerce, IT im Allgemeinen und die Finanzdienstleistungsbranche. Neben Corporate Communications ist die Krisenkommunikation seine Passion. Zuvor war Frank als Managing Director des Standortes Frankfurt der PR-Agentur Weber Shandwick tätig. Frank schreibt seit 2015 mit großem Erfolg für unseren Blog.

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