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Amazon, eBay & Co. - Brauche ich überhaupt einen Online-Shop?

Selten gingen die Meinungen zum Thema Multichannel-Commerce, also dem gleichzeitigen bzw. parallelen Verkaufen von Produkten auf unterschiedlichen Kanälen wie eBay, Amazon oder dem eigenen Online-Shop so auseinander wie heute. Auf der einen Seite kann man sich vor dem Begriff “Multi”- oder “Omnichannel” in der E-Commerce Szene kaum retten, auf der anderen Seite entstehen gerade bei Amazon immer mehr neue Unternehmen, die sich ausschließlich auf diesen Marktplatz konzentrieren.
 Amazon, eBay & Co. - Brauche ich überhaupt einen Online-Shop?

Haben da kleinere Marktplätze überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Geschweige denn ein eigener Online-Shop?

In diesem Artikel möchte ich die aus meiner Sicht wesentlichen Vor- und Nachteile zum Thema Multichannel aufzeigen und auch auf meine persönliche Meinung eingehen.

Oft unterschätzt: Prozesse im Multichannel

Die größten Herausforderungen bei der Implementierung und dem Aufbau eines Multichannel-Konzeptes sind in erster Linie prozessbedingt. Alle Prozesse und Aktivitäten, die bei einem einzelnen Online-Shop (oder dem Verkauf auf nur einem Marktplatz) anfallen, müssen bei dem Anbieter auf mehreren Kanälen parallel doppelt bzw. mehrfach erledigt und bedacht werden:

  • Rechtssicherheit und -texte
  • Portfolio- bzw. Artikelpflege
  • Bestands- und Lagermanagement
  • Auftragsabwicklung, Rechnungsstellung, Kundenkommunikation
  • Versand, Logistik, Tracking
  • etc.

Hinzu kommt, dass beim gleichzeitigen Betrieb von mehreren Verkaufskanälen die Fokussierung und die Anstrengungen was Marketing, Gestaltung, Pflege etc. betrifft eben nicht auf nur eine, sondern direkt auf mehrere Plattformen verteilt werden, worunter oftmals die Qualität der einzelnen Kanäle leidet.

Multichannel: Nicht nur mehr Reichweite

Dem entgegen steht der unverkennbare Vorteil, dass mehr Kanäle auch gleichzeitig mehr Kunden und folgerichtig mehr Verkäufe bedeuten. Ganz unabhängig davon, dass große Marktplätze eine saftige Provision verlangen, bedeutet das unterm Strich, eine entsprechend tragfähige Marge vorausgesetzt, dass auch mehr Gewinn hängen bleibt.

Aber die Erhöhung der Reichweite ist nicht der einzige Vorteil vom Multichannel- bzw. Marktplatz-Vertrieb. Gerade in Kombination mit einem eigenen Online-Shop, stellen Marktplätze, bzw. die Platzierung von Produkten auf selbigen, eine nicht zu unterschätzende Marketing-Möglichkeit dar, gerade für junge und unbekannte Unternehmen: Ein entsprechendes Branding (gerade bei Plattformen wie eBay, die einem sehr viel Gestaltungsraum bieten) lenkt das Interesse der Käufer weg vom eigentlichen Produkt auf den dahinterstehenden Händler.

Gibt es DIE Antwort?

Auch wenn es noch viele weitere Vor- oder Nachteile für und gegen Multichannel-Commerce gibt, lassen sich die meisten von ihnen am Ende auf eine einfache Aussage reduzieren:

“Mehr Kanäle, mehr von allem!”

Also mehr Aufwand und vermutlich mehr Probleme, aber auch mehr Kunden und mehr Verkäufe. Bedeutet das nun, dass ich mich zwischen Pest oder Cholera entscheiden muss? Oder wie sieht die richtige Entscheidung aus? Gibt es überhaupt eine pauschale Antwort? Der Online-Handel ist ein sehr kompetitives Umfeld, was geprägt ist von einer “The Winner takes it all”-Mentalität. Wachstum ist zwingend erforderlich, um am Markt bestehen zu bleiben.

Aus diesem Grund können es sich heute die wenigsten Online-Händler (reine FBA-Freaks mal ausgenommen) leisten, tatsächlich nur einen Kanal zu bedienen: Selbst einer der größten Online-Shops Deutschlands, Zalando, verkauft mittlerweile über Amazon.

Die Lösung muss also sein, die Aufwände und Probleme, die in Verbindung mit dem Thema Multichannel auftreten, so gering und unwesentlich wie nur möglich zu halten und die weiter oben angesprochenen Prozesse und die damit verbundene Komplexität auf ein Minimum zu reduzieren.

VersaCommerce + Billbee + Marktplätze

Genau an dieser Stelle setzt die Kombination VersaCommerce + Billbee an. Wir möchten mit unseren Software-Lösungen gerade kleinen und jungen Händlern helfen, genau diese Probleme zu adressieren, deren effiziente Lösung oftmals nur großen Unternehmen vorbehalten war.



Oberstes Ziel hierbei ist es, doppelt anfallende Aufgaben so weit es geht zu minimieren oder ganz zu vermeiden, bzw. deren Bearbeitung von nur einer Plattform aus zu ermöglichen. Dazu gehören Produktpflege und eine ordentliche Präsentation der Artikel aber auch die Aggregation der Bestellungen aus allen Kanälen in einem zentralen System, Rechnungsstellung, Kundenkommunikation, Versand und auch die weitergehende Bearbeitung in zusätzlichen Systemen wie zum Beispiel der Buchhaltung. Wenn dann von diesen Aufgaben noch ein großer Teil automatisiert werden kann, sich Lagerbestände synchronisieren und auch das parallele Einstellen von neuen Produkten in mehreren Kanälen vereinfacht wird, sind bereits ein Großteil der zuvor angesprochenen Mehraufwände passé.


Mit VersaCommerce + Billbee bieten wir unseren Kunden eine Lösung mit der Funktionalität und Leistungsfähigkeit von Enterprise-Alternativen. Und aufgrund des mitwachsenden Preismodells zu Konditionen, die jeder Unternehmensgröße gerecht werden.

Bilder © VersaCommerce

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Autor

David Pohlmann

David ist als Head of Business Development bei Billbee für Partnerschaften, Marketing und Vertrieb verantwortlich und hat eine lange Historie im E-Commerce. Angefangen als Nischen-Shop-Betreiber während der Schulzeit, über größere Commerce-Projekte und B2B-Commerce bis hin zum Wechsel zur Anbieter- bzw. Dienstleisterseite.

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