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Die Checkliste: Jetzt schon an Weihnachten denken

Die Checkliste: Jetzt schon an Weihnachten denken

Nicht nur die Lebkuchen finden sich schon in den Supermärkten, nein auch Kunden fangen an, nach potenziellen Weihnachtsgeschenk-Ideen zu suchen. Und wo tun sie dies? Einer neuen Studie von bloomreach nach starten in den USA bereits 55% der Nutzer ihre Recherche bei Amazon. Suchmaschinen wie Google sind nur noch für 28% die erste Wahl als Produktsuchmaschine. Das ist eine schlechte Nachricht für Google, aber auch für Onlinehändler, die sich bislang ausschließlich auf den eigenen Shop konzentriert haben. Darum: Jetzt schon an Weihnachten denken!

Nicole Straub, Fach-Journalistin für E-Commerce und Onlinemarketing hat dazu eine tolle und umfangreiche Liste aufgeschrieben, die es nicht nur im Blog für den Onlinehandel zum Download gibt, sondern wir auch in Textform unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

  • Prüfen, welche Social-Shopping-Sites in Ihrer Zielgruppe hip sind und dort (wenn möglich) selbst Produkte listen (Achtung: Nur ausgewählte Produkte listen, Massenlistungen zu Weihnachten & Co. werden hier als „Spamming“ empfunden!)
  • Darüber hinaus jetzt die weiteren Vertriebskanäle aktivieren. Kunden fangen be­reits ab Anfang Oktober mit den ersten Recherchen für die Weihnachts­geschenke an, wie eine Auswertung von Traffic und Leadouts auf idealo in 2015 zeigt. Danach stei­gen die Zu­griffe bereits ab der KW 40 spürbar an! Auch wenn der eigent­lich Peak zwi­schen Black-Friday und Weihnachten liegt, kann es naturgemäß ent­schei­dend sein, von den Kun­den bereits während der vorgelagerten Recherche­phase aufgefunden zu werden. Zudem findet die Recherche von Kunden immer seltener über Google und dafür häufi­ger über Marktplätze wie Amazon statt: Einer Studie von bloomreach nach starteten in den USA in 2016 bereits 55% der befragten Nutzer ihre Produktrecherchen generell auf Amazon, nur 28% via Google. Und neun von zehn Käufer gaben an, Artikel auf je­den Fall bei Amazon zu überprüfen, auch wenn sie vorhatten, woanders zu kaufen.
  • Bei eBay die Angebote ebenfalls weihnachtlich gestalten und vermehrt die „Sofort-Kaufen“-Option anbieten. Achtung: Die angebo­tenen Produkte müssen ausreichend bevorratet werden – der Verkaufsrummel geht bei eBay aber erst vergleichsweise spät los! Wenn möglich, auch bei eBay Geschenkverpackungen und Lieferung an abwei­chende Adresse anbieten. Lieferfristen („Wir liefern pünktlich unter den Baum!“) und -kosten transparent benennen, Versand­kosten evtl. staffeln (Kombibestellungen). Übrigens: Plus-Artikel ranken bei eBay besser…
  • Usability: Überprüfen des Checkouts und Identifi­zie­ren von Feldern, auf die evtl. ver­zichtet werden kann bzw. welche als freiwillig gekennzeichnet werden können. Wo Daten abgefragt werden müssen, Erläuterungen ergän­zen („Wir benötigen Ihr Ge­burts­datum für die Zahlart Rechnung“, „Ihre Telefonnummer hilft uns bei dringenden Nachfragen zu Ihrer Weihnachtsbestellung“ o.ä.). Kontrollieren, ob die Datenschutz-Erklärung klar formuliert und sichtbar genug verlinkt ist.
  • Dies gilt insbesondere für den Checkout mit mobilen Geräten, denn hier ist das Eintippen von Daten für Kunden besonders nervig. Darum mobil wenn möglich noch weniger Daten abfragen bzw. Quick-Checkout anbieten.
  • Generelle Usability untersuchen und ggf. nachjustieren. Suchfilter-Funktionen checken und optimieren (ist z.B. auch eine Suche/Sortierung nach Preis-Level vorhanden?).
  • Eine tolle Sache sowohl für Kunden als auch Händler ist eine „Dazu­bestell-Funktion“, solange Lieferungen noch nicht versendet sind. Die hierfür nötige Fähigkeit zur Daten-Zusammenführung müssen die Systeme allerdings spätestens jetzt lernen
  • Jetzt noch die „elektronische Rechnung“ einführen, das ist gerade bei Geschenk­sendungen an abweichende Lieferadressen sinnvoll.
  • Lieferfristenanzeige überprüfen und die Formulierung optimieren („Lieferung rechtzeitig zum Fest“).
  • Warenkorb-Layout aufräumen: Hier sollten ablenkende Elemente ausgeblendet/ver­mie­den werden. Checkout wenn nötig straffen (s.o.).
  • Den Newsletter sowie das Abonnieren auf Social-Networks („Fan/Follower werden“) massiv bewerben: Mehrwerte bieten (Gutscheine, Infovorsprung bei Schnäppchen etc.) und diese auch im Newsletter-Abo-Formular benennen.
  • FAQ zu Weihnachts­fragen einrichten („Bis wann muss ich bestellen? Wer­den auch Geschenk-Verpackungen angebo­ten? Gibt es Geschenk-Gutscheine? Was, wenn das Geschenk nicht gefällt/nicht passt?“ etc.).
  • Andere Shops für eine kooperative Kundenwerbung zu Weihnachten suchen. Die mögliche Zusam­men­arbeit (z.B. Bannertausch, gegenseitige Newsletter-Anzeigen, gemeinsamer Adventskalender, Flyer/Gutscheine/Proben als Beipack o.ä.) klären und die Werbe-Medien dafür vorbereiten.
  • Weihnachts-Layout des Shops klären, ggf. Video oder spezielle Info-Elemente vorbereiten. Dabei da­ran denken, Schnell-Verlinkungen zu den Spezial-Seiten (Ge­schen­ke-Rat­geber, Firmen-Prä­sente etc.) sowie von Start- und Weihnachts-Landeseiten zu den wichtigsten Rubri­ken bzw. Top-Sellern ein­zurichten.
  • Die SEM-Weihnachts-Kampagnen starten. Dabei Alternativen vorbereiten für unterschied­liche Entwick­lun­gen: Etwa für den Fall, dass es plötzlich Schnee in Massen gibt. Oder falls es (wieder mal) bis zum Fest 10°C plus bleibt, aber in Strömen regnet — oder sogar Biergarten-Wetter gibt. Bereiten Sie die Alternativkampagnen für diese Fälle jetzt vor, im späteren Zeitstress brauchen Sie dann nur „umzuswitchen“, um topaktuelle Anzeigen zu haben.
  • Nutzen Sie auch eine Lokalisierung Ihrer Anzeigen (insbesondere bei den mobilen Kampagnen!), um auf regionale Wetterentwicklungen abstellen zu können, nach dem Motto: „Weihnacht mit Biergartenwetter in Köln, am schönsten mit…“, „Der sibirischen Kälte trotzen in Berlin mit…“

Quelle: Blog für den Onlinehandel

Bilder © XXXXXXXXX / Fotolia

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