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9 SEO-Fehler im Online-Shop

Wie du Duplicate Content, langsamen Page Speed, langweilige Produktbeschreibungen & Co vermeiden kannst und dein Online-Shop die organischen Suchergebnisse rockt.
9 SEO-Fehler im Online-Shop

Online-Shops und Suchmaschinenoptimierung gehen Hand in Hand. Ohne SEO hilft das beste Shop-System nichts. Täglich suchen deine Kunden nach Produkten und müssen sich zwischen vielen Anbietern entscheiden. Wenn dann gewisse Parameter nicht berücksichtigt werden, geht man als Anbieter mit seinen Produkten in der breiten Masse der organischen Suchergebnisse schlichtweg unter. Vermeidet man hingegen ein paar bekannte SEO-Fehler bereits im Vorfeld, erspart man sich so manchen Suchmaschinenärger im Nachhinein.

1. Duplicate Content

Unter doppelten Inhalten werden identische Dokumente mit verschiedenen URLs bezeichnet. Aus SEO-Sicht resultieren daraus mehrere Nachteile. Wenn deine Website gleiche Inhalte wie andere aufweist, kann sie von Suchmaschinen abgewertet werden - was ein schlechteres Ranking zur Folge hat.

Duplicate Content kann auch eine Verringerung der Crawl Aktivitäten nach sich ziehen. Google Bots zum Beispiel können deine Website nicht unbegrenzt besuchen. Daher gibt es ein gewisses Crawl Budget. Ist dieses aufgebraucht, verlassen die Bots deine Website wieder.

Tipp: Verwende einzigartige, individuelle Texte. Benutzer sehen sich gerne differenzierte Angebote an und entscheiden sich dann für das ansprechendste. Mit einer höheren Klickrate und einer geringen Absprungrate steigt die Chance deines Online-Shops, in der organischen Suche besser gefunden zu werden.

2. Fehlende Produktbewertungen

Käufer lieben Produktbewertungen und messen diesen großen Wert bei. Rezensionen werden vor dem Kauf durchgelesen und fließen in die Kaufentscheidung mit ein.

Mit Hilfe von Kundenstimmen erreichst du eine kontinuierliche und konsequente Anreicherung deiner Produktbeschreibung.

Daher – Produktbewertungen halten die Seiten lebendig und verhelfen zu einmaligen Inhalten.

Bild: Kundenrezensionen. Quelle: zalando.at

3. Lange Ladezeiten

Page Speed ist nach wie vor ein bedeutender Rankingfaktor für die Suchmaschinen. Online-Shops sind vollgepackt mit Bildern, Unterseiten, Scripten, usw. Hier solltest du darauf achten, die Seitengeschwindigkeit im Auge zu behalten und gegebenenfalls Optimierungsmaßnahmen durchzuführen.

Hier zeigen wir dir wie das geht.

Benötigt deine Seite zu lange, um sich aufzubauen, werden die potentiellen Käufer diese schneller wieder verlassen als dir lieb ist. Niedriger Page Speed ist ein absolutes SEO No-Go.

4. Keine optimierten Rich Snippets

Richt Snippets sind die erweiterte Form von deinen Snippets (Texausschnitte deiner Website in den organischen Suchergebnissen).

Folgende Informationen kannst du in der Textvorschau deiner Rich Snippets verwenden:

  • Produkte
  • Bewertungen
  • Autoren
  • Preise
  • Videos
  • Rezepte
  • Veranstaltungen
  • ...

Bild: Rich Snippets. Quelle: google.at

Durch Rich Snippets hast du als Online-Shop-Betreiber die wunderbare Möglichkeit, dich von den anderen Suchmaschinenergebnissen abzuheben. Die Aufmerksamkeit der Besucher wird auf die Rich Snippets deines Online Shops gelenkt, auch wenn deine Website in der organischen Suche nicht auf Platz 1 liegt.

Je mehr Klicks du dann generieren kannst, desto besser. Google wird auf die höhere CTR aufmerksam und wertet deine Website als interessantes Crawlobjekt. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Online Shop auch ein besseres Ranking in der organischen Suche erlangt.

Tipp: Arbeite mit dem Data Highlighter der Google Search Console.

5. Mangelnde Produktbeschreibungen

Bitte verwende Unique Content! Dieser ist vor allem auch in Online-Shops das Um und Auf.

Wir alle kennen das: Auf der Suche nach bestimmten Produkten vergleichen Nutzer die Angebote verschiedener Online Shops. Die Entscheidung fällt ihnen aber ziemlich schwer, wenn die Beschreibungstexte der Produkte ähnlich sind. Sich von der Masse abheben lautet hier die SEO-Devise und bestenfalls nicht die Produktbeschreibungen des Herstellers übernehmen.

Tipp: Führe eine Termgewichtungs-Analyse (WDF*IDF) durch. Diese unterstützt Dich bei der Optimierung deiner Inhalte und verhilft diesen zu mehr Einzigartigkeit.

Bonustipp: Eigene Produktbeschreibungen für mobile Ansichten

Eine Desktopansicht bietet viel Platz für ausführliche und individuelle Produktbeschreibungen. Nütze diese Fläche mit Augenmerk auf gute Strukturierungen.

Auf mobilen Devices sieht die Sache ganz anders aus. Wer hat schon Lust, sich auf seinem Mobiltelefon durch ellenlange Texte zu kämpfen? Sicher niemand.

Online shoppen mit mobilen Endgeräten ist weit verbreitet: Die Wartezeit beim Arzt nützen und kurz mal online in den Lieblingsstore zum Sommerschlussverkauf schauen. Daher ist es hier ratsam, gekürzte und aussagekräftige Sätze zu verwenden. Diese positive Usability lässt die Benutzer länger auf deiner mobilen Seite verweilen, was die Suchmaschinen wiederum aufgrund der geringen Bounce Rate gerne sehen. Und zack ... liegt auch schon das auserkorene Produkt im Warenkorb auf dem Weg zur Kasse.

Hier ein gut gelungenes Beispiel für die Umsetzung einer Produktbeschreibung für Desktop- und mobile Version.

Bild: Auszug aus Produktbeschreibung Desktopversion. Quelle: https://www.geschenke24.de/thermobecher-emsa-trave...

Bild: Auszug aus Produktbeschreibung mobile Version. Quelle: https://www.geschenke24.de/thermobecher-emsa-trave...

6. Kein Fokus auf Shop-Besucher

Inhalte sollten vorwiegend für den Kunden geschrieben werden. Erzeuge Emotionen beim Leser und sieh von reinen faktenorientierten, starren Produktbeschreibungen ab. Früher wurde der Fokus auf die Keyworddichte (Keyword Density) gelegt. Doch diese hat beinahe keinen Einfluss mehr auf das Rankingergebnis. Einen Text mit vielen Suchbegriffen vollpflastern macht 2017 absolut keinen Sinn mehr. Hat es das überhaupt jemals?!

Interessante, knackige und kurz gehaltene Produktbeschreibungen will der potenzielle Käufer sehen. Davon fühlt er sich angesprochen. Das steigert dann auch in Folge die Conversionrate. Die wichtigsten Textpassagen sollen sichtbar sein. Die restliche Produktbeschreibung wird dann angezeigt, wenn auf den verlinkten Button geklickt wird. Google zieht offensichtliche Textfelder den versteckten vor. „Keep it clean and simple.“

Strukturiere deine Produktbeschreibungen. Der Benutzer fühlt sich mit und in Textwüsten verloren.

Versuche folgende Tipps zu beherzigen:

  • Gib deinen Zeilen Raum. Abstände sind immer gut für unser Auge.
  • Hebe einzelne Wörter durch Fettungen hervor.
  • Arbeite dezent mit Farbe, falls passend zu Ihrem Shop.
  • Untergliedere zB die Vorteile deiner Produkte und verwende dafür Aufzählungsicons

Tipp: Lege vor allem Wert auf eine suchmaschinenoptimierte und benutzerfreundliche Beschreibung deiner Kategorieseiten.

Benutzer wissen manchmal nicht, nach was sie eigentlich genau suchen bzw. lassen sie sich gerne inspirieren. Sie landen dann auf Ihrer Kategorieseite und fühlen sich aufgrund der individuellen Produktbeschreibungen bzw. der Alternativangebote gut aufgehoben. Sie werden sich auf deiner Seite umsehen und länger darauf verweilen. Dies wiederum ist ein positives Rankingsignal für Google und andere Suchmaschinen.

Bild: Individuelle Produktbeschreibung. Quelle: https://www.geschenke24.de/zahndose-my-first-tooth

7. Vernachlässigung der internen Verlinkung

Nutze die Macht des internen Linkjuice. Mit Verlinkungen auf relevante Unterseiten zeigst du den Suchmaschinenbots, welche Inhalte und Dokumente es wert sind, gecrawlt zu werden. Auch der Benutzer wird es dir danken. Interne Links unterstützen eine gute User Experience. Verlinke auf Herstellerseiten, auf ähnliche Produkte oder auf Produkte der Kategorie: „Das könnte dir auch gefallen“. Du zeigst somit den Besuchern und auch den Suchmaschinen, wo deine Prioritäten liegen. Usability wird von den Suchmaschinen positiv gewertet.

8. Keine sprechenden URLs

Die URLs deiner Produktseiten sollten auch die jeweils passenden Keywords enthalten. Ergänzt mit zB Produktnamen, Marke, Hersteller usw. wird sie dann zu einer „sprechenden“ URL. Laut John Müller von Google ist die sprechende URL kein entscheidender Rankingfaktor, trotzdem darf sie nicht außer Acht gelassen werden. Der Nutzer stellt mit ihr einen Zusammenhang zum Inhalt deiner Website her und kann sie sich daher auch besser merken.

Beispiel für eine sprechende URL. Suchbegriff: „adidas“ + „sneaker“ + „pink“

https://www.zalando.at/damen/?q=adidas+sneaker+pin...

9. Keine Bilderoptimierung

Online Shops leben von ihren Bildern und Produktbeschreibungen. Versuche hier, deine Bilder soweit zu optimieren, dass die Ladezeit gering ausfällt. Muss sich der Besucher schon vorweg über den langsamen Aufbau deiner Website ärgern, wird er höchstwahrscheinlich schnell abspringen. Das ist ein negatives Rankingsignal für Google.

Vergiss auch die ALT-Attribute nicht. Suchmaschinen können Bilddateien nicht auslesen und nutzen daher den beschreibenden Alternativtext, um das Bild richtig einordnen zu können. Sehbehinderte lassen sich ALT-Texte der Bilder vorlesen. ALT-Tags bieten gute Möglichkeiten, die relevantesten Keywords nochmals gut zu verpacken. Das macht dann auch Sinn für die Bildersuche. Suchmaschinen können deine optimierten Produktphotos thematisch richtig zuordnen und zeigen sie bei der jeweiligen spezifizierten Suchanfrage des Benutzers an.

Wichtig: Betreibe bitte kein Keyword Stuffing. Generell nicht – und hier auch nicht. Der ALT-Tag sollte unbedingt das Hauptkeyword enthalten. Das Motto lautet auch hier: kurze & sinnvolle Alternativtexte.

Mehr Tipps für deinen Online-Shop bekommst du mit unserem 52 Wochen Kurs.


Bilder © fotogestoeber / Fotolia

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Autor

Daniela Malzer

Daniela hat nach sich nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der JKU in Linz (Oberösterreich) 2006 zuerst dem Offline Marketing verschrieben. Durch einen glücklichen Zufall kam sie zum Online Marketing. Im März 2017 hat sie ihr eigenes Unternehmen gegründet und betreut Kunden in den Bereichen SEO (Schwerpunkt OnPage-Optimierung und Local SEO) & SEA.

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