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3 Lehren für Online-Händler aus dem Weihnachtsgeschäft

Im zurückliegenden Weihnachtsgeschäft wurden Online-Gutscheine und Wunschzettel zum Umsatztreiber. An Werbung mit dem "Black Friday" verbrannten sich viele die Finger. Was war gut, was schlecht? Ein Rückblick mit Ausblick.
3 Lehren für Online-Händler aus dem Weihnachtsgeschäft

(Von Frank Zimmermann)


Ich bitte um Nachsicht, dass ich mit einer Binsenweisheit mit der Tür ins Haus falle: Das Weihnachtsgeschäft ist für die meisten Online-Händler richtungweisend für den Erfolg oder Nichterfolg im gesamten Geschäftsjahr.

Viele von euch machen in den Monaten November, Dezember und der ersten Januarhälfte, die ja auch noch irgendwie zum Weihnachtsgeschäft gehört, ein Drittel oder noch weit mehr des gesamten Jahresumsatzes. Aktuelle Trends in dieser wichtigen Phase zu verschlafen, hinterlässt regelmäßig unschöne Bremsspuren in der Jahresbilanz. Wir wollen daher gerne einmal mit euch auf drei Punkte schauen, die im vergangenen Weihnachtsgeschäft sehr relevant waren und aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahresendrennen wichtig sein werden. Zwei davon, nämlich Online-Gutscheine und Online-Wunschzettel haben gut funktioniert. Unautorisierte Werbung mit dem geschützten Begriff "Black Friday" hingegen hat für Frust durch Abmahnungen statt Lust durch Umsatz gesorgt. Aber, lest bitte selber, wenn ihr möchtet.

Top: Online-Gutscheine und Wunschzettel im Weihnachtsgeschäft

Noch liegen keine abschließenden Zahlen vor, aber es scheint klar, dass der Online-Handel im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft im Vorjahr erneut um noch einmal über zehn Prozent zugelegt hat. Fehler sollten sich Shop-Betreiber in der entscheidenden Phase rund um Weihnachten besser nicht erlauben. Es gilt vielmehr, aktuelle Trends aufzunehmen und mit diesen den Umsatz zu steigern. Ein Renner im gerade zu Ende gegangenen Weihnachtsgeschäft waren Online-Gutscheine und in der Vorstufe alternativ Online-Wunschzettel. Das mutet im Vergleich zu selbst gebastelteten oder liebevoll ausgesuchten Geschenken alles andere als romantisch an, ist aber der Top-Trend der Zeit.

Warum ist das so? Nun, dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Und diese sind eher nüchtern und pragmatisch statt weihnachtlich romantisch. Zunächst werden mit Gutscheinen oder dem Einsatz von Online-Wunschzetteln Doppel- und vor allem Fehlkäufe vermieden. Wir müssen, ob wir es nun gut finden oder nicht, einfach zur Kenntnis nehmen, dass Eltern und Großeltern heute absolut nicht mehr durchblicken, was bei den Kids gerade angesagt ist. Das ist ja auch eine schwere bis unlösbare Aufgabe, da die lieben Kleinen das selber kaum wissen und, wenn doch, die Favoriten blitzschnell wechseln können. Da ist man als Schenkender dann mit einem Online-Gutschein oder dem Geschenk von einem Online-Wunschzettel schon eher auf der sicheren Seite.

Weniger Retouren - zusätzliches Abverkaufspotenzial

Für euch als Shopbetreiber haben Online-Gutscheine und Online-Wunschzettel einige sehr angenehme Nebeneffekte. Durch die Vermeidung absoluter Fehlkäufe werden natürlich die kostenintensiven und lästigen Retouren signifikant reduziert. Wie Die Welt unter Berufung auf den Branchenverband BITKOM berichtet, liegt das Niveau der Rücksendungen bis Mitte Januar immerhin um rund 40 Prozent über dem Normalstand. Das ist ein enormer Kostenfaktor, der die Bilanz des Weihnachtsgeschäftes tüchtig verhageln kann. Da zählt wirklich jede einzelne Retoure, die nicht zustande kommt.

Ein weiterer Pluspunkt von Online-Gutscheinen für euch ist deren zusätzliches Abverkaufspotenzial. Auf einen beispielsweise 50-Euro-Gutschein legt der Beschenkte in aller Regel für seinen Wunschartikel dann auch noch 19 oder 29 Euro oder sogar mehr drauf. Das hört sich doch lukrativ an, oder nicht? Wer im vergangenen Jahr noch keine Online-Gutscheine angeboten hat, sollte dies schleunigst korrigieren. Wenig Aufwand - viel Ertrag.

Top: VersaCommerce Shop-Software kann Weihnachtsgeschäft

Die gute Nachricht für alle jetzigen und künftigen User der Shopsoftware von VersaCommerce lautet: VersaCommerce-Shopware kann Gutscheine und Weihnachtsgeschäft. Hier stehen dir mannigfaltige und facettenreiche Möglichkeiten für Gutscheine und Gutscheinkampagnen zur Verfügung. Falls nicht schon geschehen, probiere das Tool doch einfach einmal aus. Du wirst sehen, dass Gutscheine und Gutscheinkampagnen eine Bereicherung für deinen Shop sind und deine Kunden noch enger an dich binden.

Flop: Wenn der Black Friday wirklich zum schwarzen Freitag wird

Viele Online-Händler sind offensichtlich immer noch der Meinung, der Begriff Black Friday sei ein landläufiger und freier Begriff so wie etwa der Winterschlussverkauf. Das ist allerdings eine vollständig irrige Auffassung, die auch schon einmal durchaus teuer werden kann. Black Friday ist ein beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützter Begriff, dahinter steckt die Blackfriday GmbH. Das mag dem einen oder anderen von euch jetzt vielleicht pervers erscheinen, aber die rechtliche Lage ist aktuell so. Wer einfach mal einen Black Friday auf seinem Shop ausruft, ohne an einer vom Rechteinhaber initiierten Verkaufsveranstaltung offiziell teilzunehmen, der riskiert eine Abmahnung, weil die Nutzung des Begriffes dann markenrechtwidrig wäre. Und eine solche Abmahnung kann, wie wir alle wissen, empfindlich teuer werden. Da wird der Black Friday dann nachträglich wirklich zum schwarzen Freitag für euch. Das muss nicht sein. Daher der Rat an euch alle: Lasst die Finger vom Begriff Black Friday, es sei denn, ihr seid dazu im Rahmen einer Kooperation mit dem Markeninhaber berechtigt.

Fazit

Ich weiß, dass es Ratgeber für die Gestaltung des Weihnachtsgeschäftes gibt, die ganze Bibliotheken oder Festplatten füllen. Dieser kleine Abriss hier soll eure Aufmerksamkeit auf die drei angesprochenen Dinge richten, die im zurückliegenden Weihnachtsgeschäft besonders relevant waren und es sicher auch im kommenden November, Dezember und Januar sein werden.

Aber, mal eine ganz andere Frage: Welche Erfahrungen habt ihr mit euren Shops im Weihnachtsgeschäft gemacht? Seid ihr zufrieden, oder gab es Schwierigkeiten? Wir nehmen eure Anregungen dann gerne auf. Vielen Dank!

Bilder © Nikolai Sorokin / Fotolia

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